Ich habe ihnen alles genommen, worauf sie angewiesen waren; jetzt liegt es an mir, ihnen etwas anderes zu geben, wofür es sich zu leben lohnt. Eine neue Sache, der sie folgen können.« Ich seufzte müde. »Ich hasse all das, Molly - nicht zuletzt, weil ich den schrecklichen Verdacht habe, dass ich der Aufgabe nicht gewachsen bin. Aber ich muss es tun … weil sonst niemand da ist.«

Molly legte mir eine tröstende Hand auf die Schulter. »Ich kann jederzeit noch mehr Leute für dich in Tiere verwandeln.«

»Könntest du sie auch in vernünftige Menschen verwandeln?«

»Sei realistisch, Schatz; ich bin eine Hexe, keine Wundertäterin.«

Wir rangen uns beide ein kleines Lächeln ab. »Mir gefällt nicht, was ich tun muss«, sagte ich. »Mir gefällt nicht, was aus mir wird. Aber ich muss um jeden Zentimeter Fortschritt kämpfen. Es liegt nicht an mir; es liegt an ihnen. Meine Familie könnte Mutter Teresa in einer Woche dazu bringen, direkt aus der Flasche zu trinken und nach der Wiedereinführung der Hinrichtung durch den Strang zu verlangen. Hör zu, ich muss los und die Matriarchin sehen, und du kannst nicht mitkommen. Es wird für mich allein schon schwierig genug werden, zu ihr vorgelassen zu werden. Also schaust du auf einen Sprung im Sanktum vorbei und beschäftigst die anderen, bis ich nachkommen kann.«

»Ich verstehe«, sagte Molly süß und sehr gefährlich. »Ich bin jetzt also dein Hofnarr, richtig?«

»Entschuldige!«, lenkte ich ein. »Ich bin immer noch dabei, den Dreh mit diesem Beziehungskistending rauszukriegen. Ich meinte natürlich, nimm die Sache in die Hand, bis ich nachkommen kann. Wir sind schließlich gleichberechtigte Partner!«

»Nun«, meinte Molly, »damit kann ich mich vielleicht abfinden. Aber nur, weil ich dich so gern habe.«



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