
Ein großer Schatten verhüllte in diesem Augenblick den Himmel, der bisher durch den Höhleneingang zu sehen war, und darin zeigte sich für einen Augenblick die stählerne, glatte, dicht vernietete Wand der Maschine, die langsam an den Felsen gerückt war. Auf diese Weise war die Höhle gewissermaßen mit einem stählernen Deckel von außen luftdicht abgeschlossen.“Gefangen sind wir…“, flüsterte Trurl, und seine Stimme zitterte umso mehr, als völlige Dunkelheit eingetreten war.
„Das war von uns idiotisch“, rief entrüstet Klapaucius. „In eine Höhle zu laufen, die sie verbarrikadieren konnte! Wie konnten wir so etwas tun?“„Was meinst du wohl, was sie plant?“ fragte Trurl nach längerem Schweigen.
„Dafür, daß wir hier herauskommen wollen, braucht man keinen besonderen Verstand.“Wieder herrschte Schweigen. Trurl ging in dem Dunkel auf Zehenspitzen, streckte die Hände vor, in die Richtung, wo sich der Höhlenausgang befand, und tastete den Felsen ab, bis er den glatten Stahl berührte, der warm war, als ob er von innen beheizt wäre.
„Ich fühle dich, Trurl…“, donnerte die eiserne Stimme in dem verschlossenen Raum. Trurl wich zurück, setzte sich auf einen Felsblock neben den Freund, und so ruhten sie eine Weile, ohne sich zu rühren. Schließlich flüsterte Klapaucius ihm zu: „Hier können wir durch Sitzen nichts erreichen, es geht nicht anders, ich will versuchen, mit ihr zu verhandeln…“„Hoffnungslos“, sagte Trurl. „Aber versuchen kannst du es ja, vielleicht läßt sie dich wenigstens heil heraus…“
„Nicht doch!“ sagte begütigend Klapaucius zu ihm, trat an die im Dunkeln unsichtbare Felsöffnung und rief: „Hallo, hörst du uns?“„Ich höre“, erwiderte die Maschine.
„Hör zu, ich möchte mich bei dir entschuldigen. Weißt du… Es ist ein kleines Mißverständnis zwischen uns entstanden, aber das ist doch im Grunde eine Kleinigkeit! Trurl hatte gar nicht die Absicht…“„Trurl werde ich vernichten!“ sagte die Maschine. „Zuvor hat er mir aber eine Frage zu beantworten, wieviel zwei plus zwei ist.“
