»Und Sie nicht?«

»Nein.«

»Und wo sind die Marspflaumen jetzt?« David hatte selbst welche gegessen. Es handelte sich dabei um Obst, das in den riesigen Gewächshäusern auf dem Mars angebaut wurde; die Pflaumen waren saftig und ohne Kerne, und über ihrer Flüchtigkeit lag ein zarter Hauch von Zimtgeschmack.

»Er hat sie gegessen, was haben Sie denn gedacht?« sagte Forester.

»Wie lange, bevor er zusammengebrochen ist?«

»Etwa fünf Minuten, würde ich meinen. Wir waren noch nicht einmal mit unserem Kaffee fertig.« Der Mann bekam einen krankhaft blassen Gesichtsausdruck. »Waren sie vergiftet?«

David antwortete nicht. Er wandte sich an den Manager. »Was ist mit den Marspflaumen los?«

»Nichts ist mit ihnen los. Absolut nichts.« Gaspere griff in die Nischenvorhänge und rüttelte leidenschaftlich daran, dabei vergaß er aber nicht, in leisestem Flüsterton zu sprechen. »Es handelte sich um eine frische Ladung vom Mars, behördlich geprüft und für gut befunden. Allein an den letzten drei Abenden haben wir Hunderte von Portionen serviert. So was wie das hier ist bisher noch nicht vorgekommen.«

»Trotzdem sollten Sie besser Anweisung geben, die Marspflaume von der Nachspeiseliste abzusetzen, bis wir sie noch einmal untersucht haben. Für den Fall, daß es nicht die Marspflaumen gewesen sind, bringen Sie mir doch mal eine Schachtel oder dergleichen, damit wir die Essensreste zur Untersuchung darin einsammeln können.«

»Sofort, sofort.«

»Und Sie werden natürlich mit niemandem darüber sprechen.«

Wenige Augenblicke später kehrte der Geschäftsführer zurück, dabei wischte er sich die Stirn mit einem federbauschigen Taschentuch. »Ich kann das nicht verstehen. Wirklich nicht«, sagte er.

David packte die gebrauchten Plastikteller, an denen noch Essenspartikel klebten, in die Schachtel, legte das, was von den Toastbrötchen übriggeblieben war, hinzu, verschloß die Kunststofftassen, in denen der Kaffee serviert worden war wieder und stellte sie auf die Seite. Gaspere rieb sich hektisch die Hände und machte Anstalten, mit dem Finger den Kontakt am Tischrand zu drücken.



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