
Dr. Henree stand auf. Die Kleider hingen lose an ihm herab, und sein dünner werdendes Haar war sorgfältig gekämmt, damit es über einer kahlen Stelle zu liegen kam. Er sagte: »Mein lieber David, Du bist schon da? Ich war der Überzeugung, du hättest dich verspätet. Stimmt etwas nicht?«
Davids Lächeln war nur von kurzer Dauer gewesen. Er sagte: »Schon wieder einer.«
Dr. Henree trat hinter den Vorhang, schaute auf den Toten, und murmelte: »Du liebes bißchen.«
»So kann man es auch ausdrücken«, sagte David.
»Ich denke«, sagte Henree, indem er seine Brille abnahm und spielerisch mit seinem schwachen Ultraschallreiniger über die Gläser strich, bevor er sie wieder aufsetzte, »ich denke, wir schließen das Restaurant besser.«
Gaspere öffnete seinen Mund lautlos wie ein Fisch und klappte ihn wieder zu. Schließlich sagte er mit einem erstickten Keuchen: »Das Restaurant schließen? Es ist erst vor einer Woche eröffnet worden. Das bedeutet den Ruin. Völligen Ruin!«
»Oh, doch nur für eine Stunde oder so. Sie müssen die Leiche fortschaffen und ihre Küche unter die Lupe nehmen. Sicher sind sie daran interessiert, daß wir den Lebensmittelvergiftungsverdacht ausräumen, falls wir dazu in der Lage sind. Wenn wir uns im Beisein ihrer Gäste an die Arbeit machen würden, wäre es doch sicher noch weniger angenehm für Sie.«
»Schön, ich werde dafür sorgen, daß Ihnen das Restaurant zur Verfügung steht. Aber ich brauche eine Stunde Zeit, damit die anwesenden Gäste ihre Mahlzeit beenden können. Ich hoffe, es wird kein öffentliches Aufsehen geben.«
»Auf gar keinen Fall, das verspreche ich Ihnen.« Dr. Henrees zerfurchtes Gesicht hatte einen sorgenvollen Ausdruck angenommen. »David, würdest du das Hauptquartier anrufen und dich mit Conway verbinden lassen? Wir haben für solche Fälle einen genau festgelegten Verfahrensablauf. Er wird wissen, was zu tun ist.«
