
»Der Asteroidengürtel, dort ist der Feind«, sagte Lucky, »einhunderttausend Felsen.«
»Mehr als das.« Conway spuckte seine Zigarette aus. »Aber was sollen wir machen. Seitdem es das Terrestrische Imperium gibt, sind die Asteroiden etwas, mit dem wir nicht fertig werden können. Wir sind ein dutzendmal reingegangen, um die Nester auszuräuchern, und jedesmal sind genug übrig geblieben, um die Schwierigkeiten wieder losgehen zu lassen. Vor fünfundzwanzig Jahren, als...«
Der weißhaarige Wissenschaftler hielt inne. Vor fünfundzwanzig Jahren waren Luckys Eltern im All getötet worden, ihn, einen kleinen Jungen, hatten sie vorher noch aussetzen können.
Luckys ruhige braune Augen zeigten keine Regung. »Das Problem besteht darin, daß wir nicht wissen, wo alle Asteroiden sind«, bemerkte er.
»Natürlich nicht. Hundert Schiffe würden hundert Jahre benötigen, um die notwendigen Informationen über Asteroiden ausreichender Größe zusammenzutragen. Und selbst dann würde die Anziehungskraft des Jupiters ständig die Umlaufbahnen der Asteroiden hier und dort verändern.«
»Wir könnten es dennoch versuchen. Wenn wir ein einzelnes Schiff losschicken, könnten die Piraten der Überzeugung sein, daß es sich dabei doch nicht um eine unmögliche Aufgabe handelt und fürchten vielleicht eine echte kartographische Erfassung«, erwiderte Lucky, »falls bekannt würde, daß wir mit einer Vermessung anfangen, würde das Schiff angegriffen werden.«
»Und was weiter?«
»Nimm mal an, wir schicken ein automatisch gesteuertes Schiff ohne Mannschaft los.«
»Das wäre eine teure Angelegenheit.«
»Es könnte sich lohnen. Stell' dir einmal vor, wir rüsten es mit Rettungsbooten aus, die automatisch das Schiff verlassen, wenn die Instrumente das Energiemuster eines sich nähernden hyperatomaren Motors aufzeichnen. Was glaubst du, werden die Piraten wohl machen?«
