Auf dem Tisch lag die Kopie der Quittung. Tja. Die Kopie war wie üblich verrutscht, dennoch gut leserlich. Heldenstraße… Hm… Schien alles seine Richtigkeit zu haben. Besteller: Maljanowa, I. J. Das war viel leicht ein Gruß — na, ich danke! Er sah auf die Summe. Heller Wahnsinn! Drehte die Quittung um. Auf der Rückseite — nichts von Belang, bloß eine zerquetschte Mücke, angetrocknet. Hat Irka den Verstand verloren! Wir haben Schulden, fünfhundert Rubel… Moment mal — vielleicht hat sie was gesagt, vor der Abreise? Er ging in Gedanken den Abreisetag durch: aufgeklappte Koffer, rumliegende Kleider, Irka, halbnackt, hantiert mit dem Bügeleisen…

„Vergiss nicht, Kaljam zu füttern, hol ihm Gras, du weißt, das scharfe… Denk an die Miete… Wenn mein Chef anruft, gib ihm meine Adresse!“ Mehr hat sie wohl nicht gesagt. Das heißt, doch — aber da kam Bobka mit seinem MG angerannt… Ach ja — die Wäsche wegbringen… Nein, ich, kapier das nicht.

Ganz vorsichtig zog er eine Flasche aus dem Karton. Kognak. Großer Gott — fünfzehn Rubel! Was soll das bloß — hab ich heut Geburtstag oder was? Wann ist Irka fort? Donnerstag, Mittwoch, Dienstag… Er bog die Finger um. Aha — vor zehn Tagen. Bestellt hat sie es also vorher. Wieder jemand angepumpt und bestellt. Das nennt sich Über— raschung. Wir sitzen mit fünfhundert in der Kreide, und sie heckt Überraschungen aus!… Klar war nur eins: Das Einkaufen blieb ihm erspart. Alles übrige war mysteriös. Geburtstag?. Nein. Hochzeitstag? Wohl kaum. Nein, ganz bestimmt nicht. Bobkas Geburtstag? Der ist im Winter. Er zählte die Flaschenköpfe. Genau zehn. Für wen sind die berechnet? Ich schaff das kaum in einem Jahr. Auch Wetscherowski trinkt selten, und Valka Waingarten, den kann sie nicht ausstehen. Ohrenzerreißendes Gemaunze ertönte. Kaljam witterte was — in besagtem Karton…

2. …Lachs im eigenen Saft und ein Stück Schinken mit altbackenem Brot. Dann machte er sich an den Abwasch. Wenn man im Kühlschrank solchen Luxus hat, stört einen der Schmutz in der Küche dann doch.



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