
Wieder schrillte das verdammte Telefon. Malja-now fauchte Hasserfüllt, schrieb jedoch weiter. Gleich würg ich’s ab, das Teufelsding! Da ist doch so ein Schalter… Er warf sich auf die Liege und packte wütend den Hörer.
„Ja doch!“
„Dima?“
„Ja… Wer ist da?“
„Erkennst du mich nicht, du Hund?“ Es war Waingarten.
„Ah, Valka. Was ist?“ Pause.
„Warum gehst du nicht ans Telefon?“ fragte Waingarten dann.
„Weil ich arbeite!“ sagte Maljanow ergrimmt. Er war sehr unfreundlich. Es zog ihn an den Schreibtisch zurück, zu seinem Bild mit den Blasen.
„Du arbeitest…“ Waingarten schnaufte.
„Zimmerst an deinem Ruhm…“
„Was ist, willst du herkommen?“
„Nein, das nicht, aber…“ Da platzte Maljanow der Kragen.
„Was willst du also?“
„Hör mal, Alter… Womit beschäftigst du dich grade?“
„Ich arbeite! Sitzt du auf den Ohren?“
„Nicht doch… Ich meine: Woran arbeitest du?“ Maljanow war perplex. Fünfundzwanzig Jahre kannte er Waingarten, aber noch nie hatte sich der für seine, Maljanows, Arbeit interessiert. Seit jeher fand Waingarten nur Waingarten interessant. Und zwei geheimnisumwobene Dinge: das Zwanzig-kopekenstück von 1934 und den sogenannten
„Konsulhalbrubel“, der nicht mal ein Halbrubel war, sondern irgend so eine ausgefallene Briefmarke. Hat Langeweile, der Lump. Der Quatschkopf. Oder braucht er ein Ausweichquartier, daß er so rum druckst? Da fiel ihm Awertschenko ein.
