
»Wenigstens haben Sie nicht Rasselbande gesagt.«
»Wie geht's Jim?«, erkundigte sich Miranda nach Mims Ehemann.
»Viel zu tun.«
»Marilyn?« Miranda fragte jetzt nach Mims Tochter, die in Harrys Alter war, Ende dreißig.
»Immer das selbe, was heißen soll, sie hat kein Ziel in diesem Leben, sie hat keinen Liebhaber und existiert nur, um mir zu widersprechen. Und was meinen Sohn betrifft, da du gerade die Familie durchgehst, er und seine Frau sind noch in New York. Keine Enkelkinder in Sicht. Was ist nur mit Ihrer Generation los, Harry? Wir waren mit dreißig voll etabliert.«
Harry zuckte mit den Achseln. »Wir haben mehr Möglichkeiten.«
»Was soll das denn heißen?« Mim stemmte die Hände in ihre schmalen Hüften. »Das bedeutet doch bloß, daß Sie nachgiebiger gegen sich selbst sind. Ich habe nichts gegen Frauen mit Ausbildung. Auch ich habe eine vorzügliche Ausbildung genossen, aber ich kannte meine Pflicht, und zwar zu heiraten und Kinder zu bekommen und sie zu guten Menschen zu erziehen.«
Miranda lenkte das Gespräch geschickt in eine andere Richtung. »Nicht hinsehen, aber Dr. Bruce Buxton rodelt auf dem Rücken die Main Street runter.«
»Ha!« Mim lief zum Fenster, Mrs. Murphy und Tucker hinterher. »Hoffentlich ist er von Kopf bis Fuß grün und blau!«
Bruce drehte sich herum und bekam schließlich ein Parkverbotsschild zu fassen. Schwer atmend zog er sich hoch, seine Füße aber wollten partout in verschiedene Richtungen. Als er endlich Halt gefunden hatte, begab er sich halb rutschend, halb schlitternd zum Postamt.
»Da kommt er.« Mim lachte. »Aufgeblasen wie immer, aber er sieht gut aus, das muß ich ihm lassen.«
Dr. Bruce Buxton stampfte mit den Füßen auf den Stufen, dann stieß er die Tür auf.
Noch ehe er etwas sagen konnte, bemerkte Mim trocken: »Ich gebe Ihnen eine 9,4.« Damit huschte sie an ihm vorbei und winkte Harry und Miranda zum Abschied.
