
Die Hauptopfer von Mims Geldsammelaktion, Wesley Randolph mit seinem Sohn Warren, Samson Coles und Center Berryman, applaudierten heftig. Wesley, durch Thomas Jeffersons geliebte ältere Tochter Martha ein direkter Nachkomme von Jefferson, hatte über die Jahrzehnte regelmäßig großzügig gespendet. Samson Coles, über seine Mutter, Jane Randolph, mit Jefferson verwandt, spendete mit Unterbrechungen, je nachdem, ob seine Immobiliengeschäfte florierten oder nicht.
Wesley Randolph, der seit einem Jahr mit Leukämie zu kämpfen hatte, verspürte ein starkes Bedürfnis nach Kontinuität, nach Fortbestand der Familienbande. Als Züchter von Vollblutpferden war dies für ihn vermutlich ein natürlicher Wunsch. Obwohl der Krebs im Augenblick vorübergehend zum Stillstand gekommen war, wußte der alte Herr, daß seine Uhr bald abgelaufen sein würde. Er wollte die Vergangenheit seines Volkes, Jeffersons Vergangenheit, bewahrt wissen. Vielleicht war dies Wesleys bescheidener Griff nach Unsterblichkeit.
Nach der Feier gingen Harry und Mrs. Hogendobber noch mit zu Oliver Zeve nach Hause, wo Harrys Tigerkatze Mrs. Murphy und ihr Welsh Corgi Tee Tucker auf sie warteten. Oliver besaß einen wuscheligen weißen Perserkater, Erzherzog Ferdinand, der ihn eine Zeitlang nach Monticello zur Arbeit begleitet hatte. Aber Kinder, die das Heiligtum besichtigten, hatten Erzherzog Ferdinand zuweilen dermaßen gepiesackt, daß er sie angefaucht und gekratzt hatte. Obwohl der Erzherzog als Katze im Recht war, hielt Oliver es für besser, ihn zu Hause zu lassen. Das war sehr bedauerlich, denn eine Katze sieht ein Nationalheiligtum mit schärferen Augen als ein Mensch.
Erzherzog Ferdinand glaubte zudem an erblichen Adel, was in krassem Gegensatz zu Jeffersons Ansichten stand.
In diesem Augenblick beobachtete der Erzherzog von einem Aussichtspunkt auf dem hohen Feigenbaum in Olivers Wohnzimmer Mrs. Murphy.
