
Nachdenklich erwiderte Bolitho:»Meiner Meinung nach hat er nicht mehr viel Zeit, sich zu entscheiden, Sir.»
Lord Hood zog eine Grimasse, die bei ihm ein Lächeln bedeutete.»Bei Gott, da haben Sie recht! Es liegen Berichte vor, daß der französische General Carteau bereits auf dem Marsch nach Süden ist. Hoffentlich weiß auch Trogoff davon, denn so oder so dürften seine Tage gezählt sein, wenn wir ihm nicht helfen. «Er fuhr sich mit der Hand quer über die Kehle.»Er dürfte nicht der erste französische Admiral sein, der aufs Schafott steigt. Nicht einmal einer vom ersten Dutzend!»
Bolitho versuchte, sich in die Lage des unglücklichen Admirals zu versetzen. Der mußte tatsächlich eine schwierige Entscheidung treffen.
Bolitho spürte, wie das mächtige Hundert-Kanonen-Flaggschiff jenseits der geschlossenen Tür vor Leben wimmelte, konnte das Knarren der Spieren und Blöcke, die dumpfen Befehle hören. Und drüben, auf seinem eigenen Schiff, warteten Quarme und die anderen gespannt, wie es weitergehen würde. Querpfeifen schrillten vom Oberdeck, er hörte Getrappel und Kommandos. Zweifellos kam noch ein Kommandant an Bord, von einem der achteraus liegenden Schiffe.
Gelassen fuhr der Admiral fort:»In dieser Situation kommt es darauf an, daß wir einen vertrauenerweckenden Beweis unserer Stärke liefern. Und das darf auf keinen Fall schiefgehen, besonders in diesem frühen Stadium nicht. «Er blickte Bolitho bedeutsam an.»Haben Sie schon von der Insel Cozar gehört?»
«Äh — jawohl, Sir. «Er sah die Ungeduld in Hoods Augen aufblitzen und fuhr rasch fort:»Wir haben sie in der Nacht zum Sechsten passiert.»
«Und das ist alles, was Sie von Cozar wissen, nehme ich an?«»Sie liegt vor der französischen Küste, Sir, gehört aber zu Spanien.»
