
Ein nervöses Klopfen an der Tür, und Hoods Adjutant, ein Flaggleutnant, steckte ängstlich den Kopf herein. Hood warf ihm einen wütenden Blick zu.»Raus, zum Teufel!«Dann wandte er sich wieder an Bolitho.»Ich habe zur Zeit ein spanisches Geschwader bei mir. Falls wir Cozar attackieren und besetzen, muß der Hauptanteil daran scheinbar bei den Spaniern liegen. «Er zog die Brauen hoch.»Das wird unsere Beziehungen festigen und den Franzosen zeigen, daß wir mit Spanien nicht nur aus Angst verbündet sind, sondern auf Grund gegenseitigen Respekts. «Er lächelte grimmig.»So muß das also aussehen, eh?»
Bolitho rieb sich nachdenklich das Kinn.»Und Sie wollen, daß die Hyperion mit dabei ist, Sir.»
«Genau. Von allen meinen Kommandeuren sind Sie, glaube ich, am besten dazu geeignet. Ich erinnere mich, daß Sie damals in der Karibik einige sehr erfolgreiche Aktionen unternommen haben. Ihre Initiative und Phantasie sind genau das, was wir im Moment brauchen. «Etwas geniert blickte er zur Seite.»Sie segeln mit zwei spanischen Linienschiffen, aber die Aktion läuft unter dem Oberbefehl von Vizeadmiral Sir William Moresby. Kennen Sie ihn?»
Bolitho schüttelte den Kopf. Hoods Worte beschäftigten ihn noch intensiv. Von so weit war er gekommen und hatte gehofft, an wirklichen Kämpfen teilzunehmen — und nun das! Die Hyperion würde hin- und wieder zurücksegeln und nichts leisten außer einem obskuren Beitrag zu einem örtlich begrenzten Scharmützel. Saßen die Spanier erst einmal sicher auf ihrem eigenen Territorium, würden sie es sehr eilig haben, die Hyperion wieder loszuwerden — um Vizeadmiral Moresby würden sie sich dabei wenig scheren. Hood sah ihn ernsthaft an.»Moresby ist ein guter Flaggoffizier*. Er weiß Bescheid.»
Bolitho merkte, daß das Gespräch beendet war, und stand auf, wandte sich aber um, als Hood abschließend sagte:»Ich wollte mit Ihnen persönlich sprechen, damit Sie sich über die Bedeutung dieser Mission klar sind.
