Bonaparte eilte ihnen zu Hilfe und versuchte mit ihnen einen Angriff auf Ajaccio, der abgeschlagen wurde. Am gleichen Tage brach ein Brand in der Stadt aus, und die Bonaparte sahen ihr Haus in einen Aschenhaufen verwandelt. Bald darauf verurteilte sie ein Beschluß der revolutionären Regierung zu ewiger Verbannung von dem Eiland. Hatte ihnen das Feuer ein Obdach geraubt, so raubte ihnen die Acht das Vaterland. In dieser Not wendeten sie ihre Augen auf den Leutnant Bonaparte, und dieser blickte nach Frankreich. Die ganze arme Verbanntenfamilie schiffte sich auf einem schwachen Fahrzeug ein, und der zukünftige Cäsar ging unter Segel und deckte mit den Fittichen seines Glückes seine vier Brüder, von denen drei Könige werden sollten, und seine drei Schwestern, auf deren eine das Diadem wartete.

Die ganze Familie verweilte in Marseille und rief den Schutz Frankreichs an, für das sie verbannt war. Die Regierung hörte ihre Klagen; Joseph und Lucian erhielten Anstellungen bei der Armeeverwaltung, Ludwig wurde Unteroffizier, und Bonaparte trat als Oberleutnant, also mit Beförderung, zum vierten Infanterieregiment über. Nicht lange nachher stieg er zum Kapitänsrang in der zweiten Kompagnie desselben Korps, das damals in Nizza lag, empor.

Das Jahr mit der blutigen Zahl 93 war angebrochen, die eine Hälfte Frankreichs rang mit der andern, und der Westen und der Süden standen in Flammen. Lyon war nach viermonatiger Belagerung eingenommen, Marseille hatte dem Konvent seine Tore geöffnet, Toulon seinen Hafen den Engländern überantwortet.

Eine Armee von 30 000 Mann, aus Truppen zusammengesetzt, die unter Kellermanns Befehlen Lyon belagert hatten, ferner aus einigen Regimentern der Alpen und der italienischen Armee und endlich aus den in den nächsten Departements gepreßten Rekruten, drang gegen das verkaufte Toulon vor. Der Kampf begann bei den Schluchten von Ollioules. General Du Teil, der die Artillerie leiten sollte, war abwesend; General Dommartin, sein Stellvertreter, wurde im ersten Scharmützel kampfunfähig gemacht; so hatte ihn sein Ersatzmann zu vertreten, und dies war Bonaparte. Hier kam der Zufall dem Genie zu Hilfe, vorausgesetzt, daß für das Genie der Zufall nicht Vorsehung heißt.



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