Seine Hände, groß, feucht und patschig, kneteten sich gegenseitig aus lauter Nervosität. Der Besucher schien jedesmal diese Wirkung auf Lambert Pym zu haben. Selbst nach einem Jahrzehnt als Wirt dieses Gasthofes hatte er seine Angst vor dem Temperament der Marmions immer noch nicht verloren. Ein Zittern durchlief seinen pummeligen Körper, sobald der Besucher ihn ansprach, seine ruppige Art, mit der er normalerweise die Gäste abfertigte, verschwand urplötzlich hinter einer übertriebenen Unterwürfigkeit.

Sir Clarence blickte voller Verachtung auf ihn hinab. »Ich habe Nachrichten aus London.«

»Tatsächlich, Sir Clarence?«

»Eine Gruppe von Theaterleuten ist unterwegs hierher.«

»In diesem Sommer haben wir viele Theaterleute in York.«

»Westfield's Men sind nicht das übliche Volk. Sie sind mir von einem Freund empfohlen worden, und dieser Empfehlung will ich Folge leisten.«

»Wie Ihr wünscht, Sir Clarence.«

»Die Gruppe wird hier auf meine Kosten Unterkunft erhalten.«

»Eure Gastfreundschaft gereicht Euch zur Ehre.«

»Die Gruppe wird in Eurem Hof eine Vorstellung geben.«

»Ich werde sofort die notwendigen Anweisungen geben, Sir Clarence.«

»Eine zweite Aufführung wird in Marmion Hall stattfinden.«

»Ich hoffe, die Leute wissen ihr großes Glück zu schätzen«, sagte der Wirt und zupfte sich seinen verfilzten schwarzen Bart. »Wann dürfen wir die Schauspieler erwarten?«

»Frühestens in zehn Tagen. Sie haben noch andere Verpflichtungen.«

»Nirgendwo wird man sie so willkommen heißen wie im ›Jerusalem‹.«

»Das ist meine Forderung an Euch. Kümmert Euch darum.«

Lambert Pym verbeugte sich, dann rannte er durch den Raum, um eine kleine Tür aufzureißen, die zu einer schmalen Treppe führte. Sein schwammiges Gesicht verzog sich zu einem zufriedenen Lächeln.



51 из 251