»Vielen Dank, Sir«, entgegnete der Student. Lansing ging um den Tisch herum und ließ sich in seinem Sessel nieder. Dann blätterte er in einem Papierstapel zu seiner Linken, bis er gefunden hatte, was er suchte.

Ein kurzer Blick auf Jackson sagte ihm, daß der Junge nervös war.

Lansing schaute aus dem Fenster. Unter ihm erstreckten sich die Parkanlagen der Universität. Es war ein typischer Herbstnachmittag in Neuengland. Eine milde Sonne verwandelte das Laub der alten Birken in warmes Gold.

Der Professor blätterte langsam in einem schmalen Hefter. Er gab sich den Anschein, als würde er die Seiten lesen. »Mr. Jackson«, sagte er, »ich würde gern mit Ihnen über Ihr Referat sprechen. Es ist in mancher Hinsicht eine hochinteressante Arbeit.«

Der Student schluckte, bevor er antwortete: »Ich freue mich, daß es Ihnen gefällt.«

»Ich habe selten eine bessere Literaturkritik gelesen«, begann Lansing. »Sie müssen sehr viel Zeit und Nachdenken darauf verwendet haben. Das ist ganz eindeutig. Für diese Szene im Hamlet haben Sie ein ungewöhnliches Gespür entwickelt, und Ihre Ableitungen sind brillant. Eine Sache allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen: die Quellen, die Sie zitieren.« Er legte den Hefter auf den Tisch zurück und sah dem Studenten ins Gesicht. Dieser versuchte, den Blick zu erwidern, aber dann wurden seine Augen feucht, und er wandte den Kopf ab.

»Ich wüßte zum Beispiel gern, wer dieser Crawford ist«, erklärte Lansing. »Oder Wright. Oder Forbes. Es dürfte sich doch um anerkannte Shakespeare-Forscher handeln, aber ich habe noch nie von ihnen gehört.« Jackson gab keine Antwort.

»Was mich beschäftigt«, fuhr Lansing fort, »ist die Frage, warum Sie die Namen überhaupt ins Spiel gebracht haben. Ihr Referat käme gut ohne sie aus. Hätten Sie sie nicht erwähnt, hätte ich -obwohl der bisherige Verlauf Ihres Studiums dagegenspricht -angenommen, daß Sie sich endlich auf den Hosenboden gesetzt und zu arbeiten begonnen haben.



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