Der weiß es,

Der weiß es allein, der Erhabene,

Wo deine Tochter ist! —


Vater der Götter und Menschen!

Ruhst du noch oben auf deinem goldenen Stuhle,

Zu dem du mich Kleine

So oft mit Freundlichkeit aufhobst,

In deinen Händen mich scherzend

Gegen den endlosen Himmel schwenktest,

Daß ich kindisch droben zu verschweben bebte?

Bist du's noch, Vater? —


Nicht zu deinem Haupte

In dem ewigen Blau

Des feuerdurchwebten Himmels,

Hier! Hier! —


Leite sie her!

Daß ich auf mit ihr

Aus diesem Kerker fahre!

Daß mir Phöbus wieder

Seine lieben Strahlen bringe,

Luna wieder

Aus den Silberlocken lächle!


O, du hörst mich,

Freundlichlieber Vater,

Wirst mich wieder,

Wieder aufwärts heben;

Daß, befreit von langer, schwerer Plage,

Ich an deinem Himmel wieder mich ergetze!


Letze dich, verzagtes Herz!

Ach! Hoffnung!

Hoffnung gießt

In Sturmnacht Morgenröte!


Dieser Boden

Ist nicht Fels, nicht Moos mehr;

Diese Berge

Nicht voll schwarzen Grauses!

Ach, hier find ich wieder eine Blume!

Dieses welke Blatt,

Es lebt noch,

Harrt noch,

Daß ich seiner mich erfreue!


Seltsam! seltsam!

Find ich diese Frucht hier?

Die mir in den Gärten droben,

Ach! so lieb war—


Sie bricht den Granatapfel ab.


Laß dich genießen,

Freundliche Frucht!

Laß mich vergessen

Alle den Harm!

Wieder mich wähnen

Droben in Jugend,

In der vertaumelten



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