Major Tyderman zupfte an seinem Schnurrbart, die Hand steif vor Nervosität, und sagte:»Letztes Rennen um halb fünf. Danach brauche ich einen Drink. Fertig zum Abflug, sagen wir, um Viertel nach fünf. Paßt Ihnen das?«

«Absolut, Major. «Ich nickte.

«Schön«, sagte er.»Gut. «Sein Blick wanderte taxierend und argwöhnisch über die Gesichter seiner Reisegefährten. Bei Kenny Bayst wurden seine Augen schmal vor Zorn, öffneten sich wieder, ruhten dann kurz und skeptisch auf Goldenberg, entspannten sich auf Annie Villars und blickten zu guter Letzt kalt dem entschwindenden Rücken von Colin Ross nach. Welche Gedanken sich hinter seinem Mienenspiel verbargen, war nicht zu erraten, und als er schließlich wieder zu mir herüberschaute, sah er durch mich hindurch; er war vollauf beschäftigt mit dem, was ihm im Kopf herumging.

«Viertel nach fünf«, wiederholte er geistesabwesend.

«Gut.«

Kenny sagte zu mir:»Verschwenden Sie Ihr Geld nicht aufs Fünfzehn-Uhr-dreißig-Rennen, Sportsfreund«, worauf Goldenberg die Faust hob; sein Gesicht lief vor Zorn dunkelrot an, und es sah so aus, als wollte er auf Kenny losgehen.

Annie Villars’ Stimme traf ihn wie eine Ohrfeige; der Stahl kam mit Macht unter dem Samt zum Vorschein, der Kommandoton war so unüberhörbar wie einschüchternd:»Beherrschen Sie sich, Sie Schwachkopf.«

Goldenbergs Mund klappte buchstäblich auf und offenbarte eine Reihe unappetitlicher, braungefleckter Zähne. Langsam ließ er die erhobene Faust sinken und sah dabei durch und durch töricht aus.

«Und was Sie betrifft«, wandte sie sich an Kenny,»ich habe Ihnen gesagt, Sie sollten den Mund halten, und das war Ihre letzte Chance.«

«Soll das ein Rausschmiß sein?«fragte er.



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