Zuerst dachte Louis, das Alien sei ein Tier von einer anderen Welt. In die flachen Köpfe paßte kein höher entwickeltes Gehirn. In den großen Höcker zwischen den beiden Hälsen allerdings — hatte er nicht vor hundertachtzig Jahren…?

Natürlich! Das war ein Pierson-Puppenspieler! Das Gehirn verbarg sich in einem Schädel unter dem Höcker! Das Wesen war kein Tier, ganz gewiß nicht! Seine Intelligenz war der des Menschen wenigstens ebenbürtig. Die Augen — eins in jedem Kopf und in tiefe Höhlen gebettet — starrten Louis aus zwei Richtungen gleichzeitig an.

Louis rüttelte an der Klinke. Die Tür war versperrt.

Er war ausgesperrt, nicht eingesperrt. Er hätte sich jetzt umdrehen und wählen und wieder verschwinden können, doch er dachte nicht daran. Man traf nicht jeden Tag mit einem Puppenspieler zusammen. Die Pierson-Puppenspieler waren schon viel länger aus dem Bekannten Weltraum verschwunden, als Louis Wu an Jahren zählte.

»Kann ich Ihnen helfen?« erkundigte sich Louis aufgeregt.

»Sie können…« erwiderte das fremde Wesen mit einer Stimme, die einen pubertierenden Jüngling in Entzücken versetzt hätte. Hätte man Louis aufgefordert, sich eine passende Frau zu dieser Stimme vorzustellen, sie wäre Kleopatra, Helena von Troja, Marilyn Monroe und Lorelei Huntz in einer Person gewesen.

»Tanj!« Der Fluch schien mehr als passend. Es war einfach nicht gerecht, daß eine derartige Stimme zu einem fremdartigen zweiköpfigen Wesen unbestimmten Geschlechts gehörte!

»Haben Sie keine Furcht«, sagte das fremde Wesen. »Sie wissen, daß Sie fliehen können, wenn Sie das möchten.«

»Auf dem College sah ich Bilder von Ihrer Rasse. Wir dachten, Sie wären ausgestorben…«



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