»Simon, du kannst von Glück sagen, daß du Tischabfälle kriegst, Harry hält nicht viel vom Kochen. Na ja, jetzt gehen wir jedenfalls nach Foxden und gucken mal, was da am Kochen ist.« Tucker lächelte über ihr kleines Wortspiel.

Mrs. Murphy starrte Tucker an. Sie liebte Tucker, aber manchmal fand sie Hunde ausgesprochen dämlich.

Sie gingen weiter. Simon, eine Brotkruste mampfend, blieb zurück. Als sie die zwanzig Morgen auf der Westseite von Har­rys Farm überquerten, riefen sie nach Harrys Pferden Toma­hawk und Gin Fizz, die mit einem Wiehern antworteten.

Harry hatte die Farm ihrer Eltern geerbt, als vor Jahren ihr Va­ter gestorben war. Wie ihre Eltern hielt sie alles tipptopp. Die meisten Umzäunungen waren in gutem Zustand, aber kommen­des Frühjahr würde sie den Zaun entlang dem Bach zwischen ihrem Grundstück und Foxden erneuern müssen. Ihre Scheune hatte dieses Jahr einen neuen roten Anstrich mit weißer Verzie­rung bekommen. Die Heuernte war gut gediehen. Die Ballen, aufgerollt wie riesige »Shredded Wheats«, waren an der Ost­umzäunung aufgereiht. Alles in allem bestellte Harry 120 Mor­gen. Sie wurde die Arbeit auf der Farm nie leid, und am glück­lichsten war sie, wenn sie auf dem vorsintflutlichen, gut fünf­unddreißig Jahre alten Ford Traktor eine Egge oder einen Pflug übers Feld zog.

Sie stand gerne morgens um halb sechs auf, nur im tiefsten Winter fiel es ihr ein bißchen schwer, aber dann tat sie es trotz­dem. Die Arbeit draußen nahm so viel von Harrys Freizeit in Anspruch, daß sie mit der Instandhaltung des Hauses nicht im­mer nachkam. Es hatte einen frischen Außenanstrich nötig.



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