Mrs. Murphy kletterte vom Baum herunter und berichtete Tu­cker, daß nicht viel los sei. Sie drehten eine Runde um das Haus. Die Sträucher waren zurückgestutzt, der Garten ge­mulcht, die toten Zweige von den Bäumen geschnitten. Mrs. Murphy öffnete das Fliegengitter vor der Hintertür. Auf der Veranda davor standen zwei Regiestühle; eine Apfelsinenkiste diente als Tisch. Der alte schmiedeeiserne Fußabtreter in Form eines Dackels lag immer noch gleich links neben der Tür. We­der Katze noch Hund konnten sich hoch genug recken, um zum Hintertürfenster hineinzusehen.

»Laß uns in den Stall gehen«, schlug Tucker vor.

Der Stall - sechs Boxen und in der Mitte ein kleiner Wirt­schaftsraum - hatte nichts Außergewöhnliches zu bieten. Die Böden in den Boxen sahen aus wie Mondkrater; sie mußten aufgefüllt und geebnet werden. Blair Bainbridge würde sich an dieser Arbeit die Zähne ausbeißen. Boxen festzustampfen war schlimmer, als mit Lehm und Steinstaub beladene Schubkarren zu schleppen. Überall hingen Spinnweben, ein paar Spinnen beendeten soeben ihre Wintervorbereitungen. Mäuse räumten mit den Körnern auf, die in der Futterkammer übriggeblieben waren. Mrs. Murphy bedauerte, daß sie nicht die Zeit hatte, mit ihnen Fangen zu spielen.

Sie verließen den Stall und inspizierten den Transporter und den Anhänger, beides nagelneu. Wer konnte sich gleichzeitig einen neuen Transporter und einen Anhänger leisten? Mr. Bain­bridge lebte offensichtlich nicht von Sozialhilfe.

»Viel haben wir nicht herausbekommen«, seufzte Tucker. »Außer der Tatsache, daß er Geld hat.«

»Ein bißchen mehr wissen wir schon.« Mrs. Murphy spürte einen Biß in der Schulter. Sie duckte sich erbost.»Er ist unab­hängig und schuftet schwer. Er will, daß der Besitz anständig aussieht, und er will Pferde. Und es ist keine Frau in der Nähe, es scheint in seinem Leben überhaupt keine zugeben.«



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