
»Sir, alles, was ich jetzt gehört habe, ist wahr, ist die reine Wahrheit?« »Ja.«
»Verzeiht die Frage! Ich sehe ein, ja ich muß einsehen, daß sie überflüssig ist; aber es klingt das alles so unmöglich, und für mich handelt es sich dabei um mehr, als Ihr vielleicht denkt.«
»Um was es sich für Euch handelt, kann ich mir denken -um Euern Ruf, Eure Zukunft, vielleicht auch Euer Vermögen.«
»Natürlich auch um das letztere. Wenn es sich herausstellt, daß Ihr Euch nicht irrt, werde ich, selbst wenn mich niemand dazu zwingen könnte, mit allem, was ich besitze, für den Verlust eintreten, welchen die richtigen Erben dadurch, daß ich mich habe täuschen lassen, erleiden. Und leider bin ich der Ueberzeugung, daß alles, was ich dem Betrüger übergeben habe, verloren ist.«
»Ich möchte das jetzt noch nicht als Thatsache hinstellen. Man kann ihn noch erwischen.«
»Schwerlich! Er ist über die See und wird sich gewiß an einem Orte verstecken, von dem er weiß, daß er ihm Sicherheit gewährt.«
»Hatte sich nicht auch sein Vater versteckt? Und haben wir diesen nicht in Tunis gefunden? Ich denke, daß der Sohn keinen Vorzug vor dem Vater haben wird. Die eigentliche Schwierigkeit liegt darin, daß die drei Halunken die Beute teilen werden. Selbst wenn wir den einen erwischen, gehen die beiden andern Teile verloren.«
»So meint Ihr also, daß Harry Melton auch jetzt die Hand im Spiele gehabt hat?«
»Ich bin überzeugt davon.« »In welcher Weise sollte er geholfen haben?«
