
"So kommt es Dir allemal vor, als ob er der Schuster sei und Du der Prinz," unterbrach ihn Heinrich.
"Du sollst mich nicht in meiner schönsten Rede unterprechen; ich weiß sonst zuletzt gar nicht mehr, wo ich wieder anzufangen hape!" (\15\)B "Ja, das ist am Den!" meinte Baldrian. "Also, dieser Prinz, der ein Schuster war -"
"Thomas!" rief in diesem Augenblicke Max durch das geöffnete Fenster herab.
Der alte Unteroffizier erhob sich in kerzengerade Stellung.
"Zu Pefehl, Herr Doktor!"
"Bist Du fertig?"
"Allemal!"
Er strich das Haar glatt, schob die Mütze zurecht und knüpfte den Rock zu. Dann reichte er dem Lehrjungen die Pfeife hin.
"Da Fritz; trage sie hinauf in meine Kammer, weißt's schon, an welchen Nagel! Im Herrendienst ist das Tapakrauchen ordonnanzwidrig."
Nach einigen Minuten kam der Doktor herab.
"Wir gehen durch den Garten, Thomas; wir kommen da näher."
(\16\)A In sechs Schritten Entfernung folgte ihm der Geselle. Als sie geräuschlos über den weichen Rasenplatz schritten, gewahrte der Letztere in einer Ecke des Gartens die beiden Lehrlinge, welche sich niedergelassen hatten und behaglich einer um den anderen an seiner Pfeife sogen. Ein durch den Rauch hervorgebrachtes Husten hatte sie verrathen. "Herr Doktor!" "Was?"
