
"Ich bin Zarba, die Zingaritta."
"Zarba? Ists möglich!" rief er, während die freudigste Überraschung sein offenes Gesicht erhellte. "Endlich, endlich wird unser größter Wunsch erfüllt. Du mußt mit zum Vater!"
"Zarba darf Dir nicht folgen."
"Warum nicht?"
"Sie soll arretirt werden."
"Warum?"
"Weil sie den hohen Herrn in die Zukunft blicken ließ."
"Der Herr General wird Dich nicht arretiren lassen. Du gehst mit mir!"
Diese Worte wurden mit einer Bestimmtheit gesprochen, von welcher sich der Prinz beleidigt fühlte.
"Oho!" meinte er. "Ich habe die Arretur befohlen und werde mir Gehorsam zu verschaffen wissen!"
Den schweren, eisernen Hammer wie federleicht in der Hand schwingend, blickte ihm Brandauer lächelnd in das Angesicht.
"Durchlaucht, ich bitte unterthänigst, diese Frau freizugeben." "Ich habe keine Veranlassung, meinen Befehl zurückzunehmen."
"Und ich erbat aus Höflichkeit, was ich nicht zu erbitten brauchte. Es hat hier Niemand Veranlassung, Ihren Befehlen Gehorsam zu leisten. Wir gehören weder zur Polizei noch zu Ihrer Dienerschaft, und Zarba steht unter meinem ganz besonderen Schutze. Wollen Sie mich zwingen, sie Ihnen zu entziehen, ohne die Reparatur vollendet zu haben?" "Wir werden uns eines anderen Wagens bedienen!" Da trat die Prinzessin zu dem Doktor.
"Herr Doktor, vollenden Sie das Begonnene. Asta von Süderland bittet Sie darum!" Ein Blitz seines Auges leuchtete an ihr empor.
"Königliche Hoheit, dieser Wunsch ist mir allerdings Befehl. Ich lasse mich von keinem Herrscher kommandiren; aus solchem Munde aber genügt ein Wort, mich zu willfährigsten Ihrer Diener zu machen. Zarba, geh in die Stube, und warte, bis ich fertig bin!" Sie schüttelte langsam das Haupt und sah ihn mit einem Blicke an, welcher eigenthümlich zwischen Liebe und Demuth glänzte.
"Das Volk der Brinjaaren und Lampadaaren hat Indien verlassen, weil Bhowannie, die Göttin, es ihm gebot.
