
«Nein. Sie kommen immer zu uns. Ich lasse Corker zwei Pferde satteln. Du begleitest sie, John.»
Bolitho sagte ruhig, aber bestimmt:»Ich möchte lieber, daß er hier bei dir bleibt, Mutter. «Er drückte ihren Arm.»Es geht schon in Ordnung, wirklich. Ich bin nicht mehr der kleine Junge, der mit einer Stulle in der Tasche zur See gegangen ist. Das ist vorbei.»
Seltsam, wie leicht ihm die Umstellung fiel. Vor ein paar Minuten hatte er noch ins Bett gehen wollen. Jetzt war er hellwach, jeder Nerv gespannt und bereit, plötzlicher Gefahr zu begegnen. Aus Dancers Gesichtsausdruck ersah er, daß es diesem genauso ging.
Pendrith ließ sich vernehmen:»Ich habe den Jungen zurückgeschickt, er sollte bei dem Leichnam bleiben. Sie kennen die Stelle, Sir, es ist die kleine Bucht, wo Sie und Ihr Bruder im Dory
Ein Dienstmädchen erschien und nahm die Anweisung entgegen, Corker, den Kutscher, zu wecken.
Bolitho sagte:»Wir haben keine Zeit, die Uniformen anzuziehen, Martyn. Laß uns gehen, wie wir sind.»
Sie hatten irgendwelche Zivilkleider angezogen, die sie in Kisten und Schränken fanden. In einem Haus, das seit Generationen das Heim von Seeoffizieren war, gab es genug überzählige Röcke und Kniehosen.
In einer Viertelstunde waren sie abmarschbereit, die schläfrige Entspannung war wacher Gespanntheit gewichen. Wenn die Marine ihnen nichts anderes vermittelt hatte, das auf alle Fälle hatten sie gelernt. Die einzige Möglichkeit, auf einem Kriegsschiff am Leben zu bleiben, war stete Wachsamkeit. Draußen hörte man jetzt das Klappern von Pferdehufen, und Bolitho fragte:»Wer ist der Junge, der den Toten gefunden hat,
John?»
Pendrith hob die Schultern.»Der Sohn vom Schmied. «Er tippte mit dem Finger an die Stirn.»Er ist nicht ganz richtig im Kopf. «Zum Abschied küßte Bolitho seine Mutter auf die Wange. Ihre Haut war eiskalt.
