
Er leert das Herz
und füllt den Bauch
Er mindert das Begehren
und mehrt die Kraft
Er lehrt das Volk
Einfachheit und Genügsamkeit
Er lehrt die Wissenden
nicht einzugreifen
Er wirkt ohne Handeln
und nichts bleibt ungetan
4. Vom Wesen des Tao
Das Tao ist leer
sein Gebrauch
unerschöpflich
in seiner Tiefe
der Ursprung aller Dinge
Es bricht die Schärfe
löst die Verwirrung
mindert den Glanz
findet den Grund
Still verschwiegen, tief verborgen
weiß ich nicht, woher es kommt
Es ist der Ursprung des Himmels
5. Von der Natur
Himmel und Erde sind gleichgültig
alle Dinge sind ohne Bedeutung
Die Weisen sind gleichgültig
alle Menschen sind ohne Bedeutung
Der Raum zwischen Himmel und Erde
ist wie ein Blasebalg
seine Leere ist seine Fülle
Viele Worte sind schnell erschöpft
besser ist, das Innere zu bewahren.
6. Vom Tiefgründigen
Die tiefe Ruhe ist unvergänglich
Sie ist das tiefe Weibliche
des tiefen Weiblichen Pforte
die Wurzel des Himmels und der Erde
Wer sie bewahrt
wirkt ohne Mühe.
7. Von der Selbstlosigkeit
Himmel und Erde sind immer und ewig.
Warum sind sie immer und ewig?
Weil sie nicht sich selber leben
darum leben sie selbst
immer und ewig
Darum der Weise:
er tritt zurück
daher ist er voraus
er verliert sich selbst
