
„Bin bereit!“ antwortete Pirx. In diesem Augenblick hatte er nur noch einen Wunsch: im Steuerraum zu sitzen. Er sehnte sich danach, die Kombination aufknöpfen zu können, wenigstens am Hals.
Der Chef trat einen Schritt zurück. „Ins Projektil!“ rief er mit seiner herrlich metallischen Stimme, die wie ein Glokkenschlag den dumpfen Lärm in der riesigen Halle übertönte.
Pirx vollführte eine Kehrtwendung, ergriff das rote Fähnchen, stolperte über das Seil, fand im letzten Augenblick das Gleichgewicht wieder und tapste wie ein Golem über den schmalen Steg. Als er ihn halb überquert hatte, betrat Boerst — von hinten glich auch er einem Fußball — bereits seine Rakete.
Pirx steckte die Beine hinein, klammerte sich an die massive Verschalung der Luke, rutschte die elastische Rinne hinunter, ohne die Füße auf die Sprossen zu stellen — Sprossen sind nur für sterbende Piloten da, pflegte Eselswiese zu dozieren —, und ging daran, die Klappe zu schließen. Sie hatten das an „Phantom“-Geräten und an einer Klappe trainiert, die aus einer richtigen Rakete stammte und mitten im Übungsraum befestigt war — hundertmal, tausendmal: linke Kurbel, rechte Kurbel, halb herum, Kontrolle der Abdichtungen, wieder eine halbe Drehung beider Kurbeln, Festdrücken, Dichtekontrolle unter Druck, Absicherung der Luke mit innerem Schutzdeckel, Vorschieben der Antimeteoritenschutzhülle, Verlassen des Einstiegschachts, Verschließen der Kabinentür, Andrücken, Kurbel, zweite Kurbel, Riegel — es konnte einem schlecht werden dabei.
Pirx glaubte, daß Boerst schon lange in seiner Glaskugel säße, während er erst den Anschlagring der Kammer festschraubte.
