
friedliche Abwesenheit darin, als sei er weit, weit fort.
»Dein Name ist John Coffey?«
»Jawohl, Sir, Boss, wie Kaffee, nur anders geschrieben.«
»Du kannst also buchstabieren? Lesen und schreiben?«
»Nur meinen Namen, Boss«, sagte er ernst.
Ich seufzte und gab ihm dann eine Kurzversion meiner einstudierten Ansprache. Ich war bereits zu
dem Schluss gelangt dass er keine Probleme machen würde. In diesem Punkt hatte ich recht und
unrecht. »Mein Name ist Paul Edgecombe«, sagte ich. »Ich bin der Oberwärter in Block E - der Chef
der Wärter. Wenn du etwas von mir willst, nenn meinen Namen und frag nach mir. Wenn ich nicht da
bin, wende dich an diesen anderen Mann - er heißt Harry Terwilliger. Oder du fragst nach Mr. Stanton
oder Mr. Howell. Hast du das verstanden?«
Coffey nickte.
»Erwarte nur nicht, dass du bekommst, was du willst, es sei denn, wir entscheiden, dass du es
brauchst - dies ist kein Hotel. Kannst du mir immer noch folgen?«
Er nickte abermals.
»Dies ist ein ruhiger Ort, großer Junge - nicht wie der Rest des Gefängnisses. Hier sind nur du und
Delacroix dort drüben. Du wirst nicht arbeiten; du wirst hauptsächlich herumsitzen. So hast du Zeit,
um über die Dinge nachzudenken.«
Zuviel Zeit für die meisten, aber das sagte ich nicht »Abends lassen wir das Radio laufen, wenn alles
in Ordnung ist. Magst du Radio hören?«
Er nickte, jedoch zweifelnd, als sei er sich nicht sicher, was Radio ist. Ich fand später heraus, dass das
in gewisser Weise stimmte. Coffey wusste Dinge, wenn er damit konfrontiert wurde, doch
zwischendurch vergaß er sie. Er kannte die Hauptpersonen von „Unser Sonntagsmädchen“, hatte aber
nur eine äußerst verschwommene Erinnerung an den Inhalt der bisherigen Folgen der Serie.
»Wenn du dich ordentlich aufführst und die Mahlzeiten nimmst wie sie dir aufgetischt werden, wirst
