
»Black Rock? Das ist doch in der Gegend von Sandia.« Der Ort lag mehrere Stunden entfernt, mitten in New Mexico. »Wie zum Teufel ist der Kerl zum Corazon Canyon in Arizona gekommen?« »Keine Ahnung«, sagte Beverly. »Aber er ist -« In diesem Augenblick ging der Alarm los.
Es passierte mit einer Geschwindigkeit, die Jimmy Wauneka verblüffte. Der alte Mann hob den Kopf vom Kissen, starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an und spuckte dann Blut. Die Sauer-stoftmaske färbte sich grell rot; Blut quoll seitlich aus der Maske heraus, lief ihm über Wangen und Kinn und befleckte Kissen und Wand. Ein gurgelndes Geräusch drang aus seiner Kehle: Er ertrank in seinem eigenen Blut. Beverly stürzte bereits durchs Zimmer. Wauneka rannte hinter ihr her. »Drehen Sie ihm den Kopf zur Seite!« rief Nieto, der ebenfalls zum Bett gelaufen kam. »Den Kopf drehen!« Beverly hatte dem alten Mann die Maske heruntergerissen und versuchte, ihm den
Kopf zu drehen, aber er wehrte sich, noch immer gurgelnd, die Augen vor Panik weit aufgerissen. Wauneka schob sich an ihr vorbei, packte den Kopf des Mannes mit beiden Händen und riß ihn mit Kraft zur Seite, so daß sich der ganze Körper mit drehte. Der Mann erbrach sich wieder; Blut spritzte auf die Kontrollgeräte und auf Wauneka. »Absaugen!« rief Beverly und deutete auf einen Schlauch an der Wand. Wauneka versuchte, den alten Mann festzuhalten und gleichzeitig nach dem Schlauch zu greifen, aber der Boden war glitschig vom Blut. Er rutschte aus und hielt sich im Fallen am Bett fest. »Na kommt, Leute!« rief Dr. Tsosie. »Ich brauche euch! Absaugen!« Sie kniete neben dem Bett, schob dem Mann ihre Finger in den Mund und zog die Zunge heraus. Wauneka rappelte sich wieder hoch, sah, daß Nieto ihm den Saugschlauch hinhielt. Er packte ihn mit blutfeuchteten Fingern. Nieto drehte das Ventil an der Wand auf. Beverly nahm den Neoprenschlauch und begann, dem Mann Mund und Nase abzusaugen. Blut lief durch den Schlauch. Der Mann keuchte und hustete, aber er wurde immer schwächer.
