Ein Stöhnen. »Ah... verdammt.« »Was ist passiert?«

»Ich hab mir das Knie angestoßen. Tut verdammt weh.«

Chris konnte ihn nirgendwo sehen. »Wo bist du?«

»In einem Loch«, sagte Stern. »Ich bin gefallen. Paß auf, wenn du in meine Richtung kommst. Eigentlich...« Ein Grunzen. Fluchen. »Alles okay. Ich kann stehen. Ich bin in Ordnung. Eigentlich - «!

»Was ist?«

»Wart mal!«

»Was ist denn los?«

»Wart einfach, okay?«

Chris sah Bewegung im Unterholz, die Farne schwankten, Stern bewegte sich offensichtlich nach links. Dann sagte er etwas. Seine Stimme klang merkwürdig. »Ah, Chris?« »Was ist?«

»Es ist ein Teil der Mauer. Gebogen.« »Was sagst du da?«

»Ich glaube, ich stehe am Fuß von etwas, das früher mal ein runder Turm war, Chris.«

»Im Ernst?« fragte Chris. Woher hatte Kramer das wissen können? »Schau im Computer nach«, sagte der Professor. »Prüf nach, ob wir irgendwelche Hubschrauberbilder haben - Infrarot oder Radar -, die einen Turm zeigen. Vielleicht ist er schon irgendwo aufgezeichnet, und wir haben ihn nur übersehen.«

»Am ehesten auf Infrarotaufnahmen vom späten Nachmittag«, sagte Stern. Er saß auf einem Stuhl und drückte sich einen Eisbeutel aufs Knie.

»Warum vom späten Nachmittag?«

»Weil dieser Kalkstein Wärme speichert. Das ist der Grund, warum es den Höhlenmenschen hier so gefallen hat. Sogar im Winter war es in einer Kalksteinhöhle hier im Perigord um fünf Grad wärmer als draußen.«

»Und am Nachmittag...«

»Speichert die Mauer die Wärme, während der Wald sich abkühlt. Und zeichnet sich deshalb auf Infrarot ab.« »Auch wenn sie verschüttet ist?« Stern zuckte die Achseln.

Chris setzte sich an den Computer und tippte auf die Tastatur. Ein leises Piepsen kam aus dem Computer. Und plötzlich wechselte das Bild.

»Ups. Wir sind in E-Mail.«

Chris klickte die Mailbox an. Es gab nur eine Nachricht, aber das Herunterladen dauerte ziemlich lange. »Was ist das?«



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