Bald musste er sich für die Sonntagsschule umziehen. Mary gab ihm eine Waschschüssel mit Wasser und ein Stück Seife und er ging hinaus und setzte draußen die Schüssel auf eine Bank, krempelte seine Ärmel hoch, schüttete das Wasser auf die Erde und ging dann in die Küche. Dort, hinter der Tür, begann er, sein Gesicht mit einem Handtuch zu bearbeiten.

Mary beobachtete ihn und sagte: „Dass du dich nicht schämst, Tom! Du musst nicht so ungezogen sein. Das Wasser wird dir nicht weh tun!"

Tom war sehr verlegen. Die Waschschüssel wurde nochmals gefüllt, er betrachtete sie und redete sich selbst Mut zu. Dann holte er tief Atem und begann, sich nochmals zu waschen. Als er nach einer Weile in die Küche kam, beide Augen geschlossen und mit den Händen nach dem Handtuch tastend, war sein Gesicht ganz nass. Mary war allerdings noch immer nicht zufrieden. Sie begann jetzt selbst, ihn zu bearbeiten, und als sie mit ihm fertig war, glänzte er förmlich vor Sauberkeit. Sein Haar war sorgfältig gebürstet und seine kurzen Locken waren mit mathematischer Genauigkeit gelegt. (Er hasste Locken und versuchte heimlich, sie glattzubürsten; denn er hielt Locken für unmännlich.)

Dann holte Mary seinen Anzug, den er seit zwei Jahren nur in der Sonntagsschule anziehen durfte - er wurde einfach der "andere Anzug" genannt. Und somit kennen wir auch seine gesamte Garderobe. Mary knöpfte seine Jacke bis zum Kinn zu, legte den großen Hemdkragen über seine Schultern, bürstete ihn und setzte ihm schließlich seinen bunten Strohhut auf den Kopf. Jetzt sah er zwar ordentlich und sauber aus, aber man sah es ihm an, dass er sich ausgesprochen unwohl fühlte. Er hasste Kleider, die nicht zerschlissen waren, und er hasste Sauberkeit. Er hoffte, Mary werde seine Schuhe vergessen, aber er wurde enttäuscht. Sie putzte sie sorgfältig mit Talg, wie es üblich war, und brachte sie ihm.



21 из 239