Dem Meister Ludwig auf die hohe Stirne —

Sie kränzt Ariostens Herme.

Er, dessen Scherze nie verblühen, habe

Gleich von dem neuen Frühling seinen Theil.

Prinzessinn.

Mein Bruder ist gefällig daß er uns

In diesen Tagen schon auf's Land gebracht,

Wir können unser seyn und stundenlang

Uns in die goldne Zeit der Dichter träumen.

Ich liebe Belriguardo, denn ich habe

Hier manchen Tag der Jugend froh durchlebt,

Und dieses neue Grün und diese Sonne

Bringt das Gefühl mir jener Zeit zurück.

Leonore.

Ja es umgibt uns eine neue Welt!

Der Schatten dieser immer grünen Bäume

Wird schon erfreulich. Schon erquickt uns wieder

Das Rauschen dieser Brunnen, schwankend wiegen

Im Morgenwinde sich die jungen Zweige.

Die Blumen von den Beeten schauen uns

Mit ihren Kinderaugen freundlich an.

Der Gärtner deckt getrost das Winterhaus

Schon der Citronen und Orangen ab,

Der blaue Himmel ruhet über uns

Und an dem Horizonte lös't der Schnee

Der fernen Berge sich in leisen Duft.

Prinzessinn.

Es wäre mir der Frühling sehr willkommen,

Wenn er nicht meine Freundinn mir entführte.

Leonore.

Erinnre mich in diesen holden Stunden,

O Fürstinn, nicht wie bald ich scheiden soll.

Prinzessinn.

Was du verlassen magst, das findest du

In jener großen Stadt gedoppelt wieder.

Leonore.

Es ruft die Pflicht, es ruft die Liebe mich

Zu dem Gemahl der mich so lang' entbehrt.

Ich bring' ihm seinen Sohn, der dieses Jahr

So schnell gewachsen, schnell sich ausgebildet,



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