
Wahrscheinlich war es das Beste, alle Vorsicht außer acht zu lassen und einfach Licht einzuschalten. Der zusätzliche Energieverbrauch würde durch das zügigere Weiterkommen ausgeglichen, wenn ich endlich sehen konnte, wohin ich rollte. Damit war auch die Chance größer, den Einga ng zu erreichen, ehe mir der Saft zur Neige ging und damit automatisch der Ballast abgeworfen wurde. Falls man mich sichtete, würden die Schwimmer zweifellos näher kommen und mich genauer angucken, und ich hätte die Chance, mir vor dem Auftauchen ihre Hochdruck-Technik näher anzusehen.
Ich bin von Natur aus ein vorsichtiger Mensch und überdachte dies eine ganze Weile, ehe ich ganz überzeugt war. Natürlich sprach sehr viel dagegen.
Nur weil ich bis jetzt nur Schwimmer und keine U-Boote gesehen hatte, hieß noch lange nicht, daß es hier keine Boote gab. Und wenn es welche gab, dann würden sie dafür sorgen, daß ich niemals wieder an die Oberfläche kam — aber dieses Risiko hatte ich ja vor Antritt des Ausfluges akzeptiert. So spielte ich minutenlang mit dem Gedanken PingPong. Dann holte ich tief Luft über der Theorie, daß ich vielleicht nicht mehr viel davon abkriegen würde, und schaltete einen meiner Scheinwerfer ein.
Ja, das war etwas anderes! Der Grund war felsig, wie ich richtig vermutet hatte, und sehr uneben — kein Wunder, daß ich mich mit meinen Beinen mühsam abstrampelte. Da ich nun aber bessere Sicht hatte, setzte ich mich wieder in Bewegung und kam, wie erhofft, viel schneller weiter, und das mit geringerem Energieaufwand. Ganz einfach war es trotzdem nicht. Ich rollte noch immer und mußte während des Rollens sowohl Beine als Lichter wechseln, doch der Fortschritt war immerhin ermutigend.
