»Mrs. Murphy, ich würde gerne die Zeitung lesen.« Miranda hob sacht das Hinterteil der Tigerkatze an und zog die Zeitung unter ihr weg.

Mrs. Murphy legte die Ohren an und quittierte das Ansinnen mit einem empörten Murren. »Ich steck meine Pfoten auch nicht an deinen Hintern, Miranda, und außerdem steht nie was Le­senswertes in der Zeitung.« Sie stapfte zu der kleinen Hintertür und marschierte hinaus.

»Hat die aber schlechte Laune.« Miranda setzte sich und über­flog die Titelseite.

»Was sagt die Schlagzeile?« fragte Harry.

»Zwei Verletzte auf der I-64. Was noch? Oh, dieser Thread­needle-Virus droht am ersten August unsere Computer zu infi­zieren. Es wäre mir sehr recht, wenn unser neuer Computer todkrank wäre.«

»Ach was, der ist doch gar nicht so schlimm.« Harry griff nach dem Sportteil.

»Schlimm?« Mrs. Hogendobber schob ihre Brille hoch.

»Wenn ich auch nur eine Kleinigkeit in der falschen Reihen­folge mache, erscheint ein barsches Kommando auf diesem widerwärtigen grünen Bildschirm, und ich muß wieder ganz von vorne anfangen. Es gibt da viel zu viele Tasten. Moderne Errungenschaften! Zeitverschwender, das sind sie, Zeitver­schwender, die sich als Zeitsparer verkleiden. Ich kann mir in meinem Oberstübchen mehr merken als so ein Computerchip. Und können Sie mir sagen, wozu wir im Postamt einen Compu­ter brauchen? Wir brauchen eine gute Waage und einen guten Freistempler. Die Briefe kann ich selber stempeln!«

Als Harry sah, daß Miranda mal wieder in Maschinenstürmer­laune war, hielt sie es für das klügste, ihr nicht zu widerspre­chen.



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