
»Eine durch und durch unfähige Hausfrau…, die alle Fakten verdreht… banalisiert und vereinfacht… und euch verarscht! Nach Strich und Faden!«
»Weshalb wohl? Weil sie eben alles banalisiert und vereinfacht!«, blaffte Dick finster.
»Sie haben befohlen, dass alles seine Ordnung haben soll«, sprang Dünn ihm bei. »Und das ist halt das Ergebnis, Helllichter Geser!«
Ich betrachtete Gesers Besucher durchs Zwielicht. Natürlich! Schon wieder Menschen! Die noch dazu Gesers richtigen Namen und Titel kannten! Den sie obendrein mit offenem Sarkasmus aussprachen! Gewiss, es gibt die merkwürdigsten Situationen, aber dass Geser selber Menschen seine Identität enthüllt…
»Gut.«Geser nickte. »Ich gebe euch noch eine Chance. Diesmal arbeitet ihr getrennt.«Dick und Dünn sahen sich an.
»Wir werden uns alle Mühe geben«, meinte Dick mit gutmütigem Lächeln. »Sie müssen das doch verstehen, wir haben bestimmte Erfolge erzielt…«
Geser schnaubte. Als hätten sie ein unsichtbares Signal bekommen, dass das Gespräch beendet sei, erhoben sich die beiden Besucher, verabschiedeten sich per Handschlag vom Chef und gingen hinaus. Im Vorzimmer machte Dünn eine lustige, scherzhafte Bemerkung zu Larissa, die daraufhin loslachte. »Menschen?«, fragte ich vorsichtig.
Geser nickte und blickte grimmig zur Tür. »Menschen«, seufzte er. »Menschen… Gut, Gorodezki. Setz dich.«
Obwohl ich Platz nahm, fing Geser das Gespräch nicht an. Sondern hantierte mit Papieren herum, sortierte ein paar farbige, glatte beschliffene Glasscherben, die in einer grob gearbeiteten Tonschale lagen. Zu gern hätte ich gewusst, ob es sich um Amulette oder einfach um Scherben handelte, aber wenn ich Geser gegenübersaß, traute ich mich nicht, mir allzu viel herauszunehmen.
