»Was willst du hier, Drood? Sind nicht mal mehr Krankenhäuser sicher vor dir und deinesgleichen?«

»Das aus deinem Mund zu hören ist ja köstlich, Archie! Wann hat es dich je interessiert, ob du Unschuldige in Gefahr bringst? Droods gehen hin, wo wir hingehen müssen, um zu tun, was wir tun müssen. Hast dir ein neues Aussehen zugelegt, was, Archie? Machst einen auf groß und brutal und Anabolikamissbrauch. Normalerweise hast du sie doch gern jünger - und hübscher.«

Er zuckte die Schultern. »Ist ein bisschen lang im Arm, aber gut für schweres Heben. Und in letzter Zeit haben sie sich so schnell abgetragen.«

Ich machte einen bedächtigen Schritt nach vorn. Er rührte sich nicht vom Fleck. »Tritt zur Seite, Archie!«, sagte ich. »Mein Auftrag ist ausgeführt. Ist nicht nötig, dass das hier hässlich wird.«

»Du machst dir Gedanken um die Körper, die ich trage«, sagte er und lächelte mit seinem gestohlenen Mund. »Das war schon immer deine Schwäche.«

»Tritt zur Seite!«, sagte ich. »Oder ich werde dich beschädigen.«

»Nicht die geringste Chance. Ich wollte schon immer mal einen Drood töten.«

Er eröffnete das Feuer mit einer Maschinenpistole und bespritzte mich mit Kugeln. Sie prallten von meinem gepanzerten Gesicht und Brustkorb ab, und ich ging mitten in den Kugelregen hinein und schlug ihm die Waffe aus der Hand. Er hieb nach mir mit einem leuchtenden Messer, aber auch die Zaubersprüche, mit denen die Schneide verzaubert war, reichten nicht aus, um mehr als einen Funkenschauer hervorzurufen, als die Klinge über meine Kehle glitt. Ich griff nach dem Amulett um Archies Hals, aber im letzten Moment rutschte meine Hand zur Seite. Das Amulett hatte ernst zu nehmende Schutzzauber.

Archie schlug mir an den Kopf, und hinter dem Schlag steckte die ganze Kraft seines Körpers. Ich hörte die Knöchel brechen.



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