Dana war verdutzt. »Der fünfte Todesfall? Was meinen Sie damit?«

Matt blickte sie erstaunt an, dann begriff er. »Natürlich -Sie waren ja in Sarajevo. Ich nehme an, bei den Kriegswirren da drüben haben die Ereignisse um die Winthrops nicht unbedingt Schlagzeilen gemacht. Aber Sie wissen doch sicher über Taylor Winthrop Bescheid, Garys Vater.«

»Er war Botschafter in Russland. Er und seine Frau sind vergangenes Jahr bei einem Brand ums Leben gekommen.«

»Richtig. Zwei Monate später wurde ihr älterer Sohn Paul bei einem Verkehrsunfall getötet. Und sechs Wochen danach kam ihre Tochter Julia bei einem Skiunfall um.« Matt hielt einen Moment lang inne. »Und nun, heute Morgen, auch noch Gary, der letzte Spross der Familie.«

Dana schwieg betroffen.

»Dana, die Winthrops genießen einen geradezu sagenhaften Ruf. Wenn es in diesem Land eine Königsfamilie gäbe, hätten sie die Krone getragen. Sie strahlten etwas ganz Besonderes aus. Sie waren weltberühmt für ihre Stiftungen und Schenkungen und die Dienste, die sie der Regierung leisteten. Gary wollte in die Fußstapfen seines Vaters treten und sich um einen Sitz im Senat bewerben, was ihm zweifellos gelungen wäre. Alle mochten ihn. Und nun ist er tot. In anderthalb Jahren wurde eine der vornehmsten Familien der Welt völlig ausgelöscht.«

»Ich - ich weiß nicht, was ich sagen soll.«

»Dann sollten Sie sich schleunigst etwas einfallen lassen«, sagte Matt energisch. »In zwanzig Minuten sind Sie auf Sendung.«

Die Nachricht von Gary Winthrops Tod löste weltweit Bestürzung aus. Auf sämtlichen Fernsehkanälen nahmen Staatsmänner aus aller Herren Länder dazu Stellung.

»Wie in einer griechischen Tragödie .«

»Unfassbar .«

»Das Schicksal geht aberwitzige Wege ...«

»Die Welt hat einen schrecklichen Verlust erlitten .«

»Die Beliebtesten und die Besten, und nun sind sie alle tot .«



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