
Ich hasse sie, dachte Dana. Ich hasse sie von ganzem Herzen.
»Du siehst gut aus, Rachel«, sagte Jeff, als sie Platz genommen hatten. »Was du auch machst, es scheint dir gut zu bekommen.«
Und wir dürfen alle raten, was es ist.
»Ich bin viel auf Reisen gewesen. Ich glaube, ich werde eine Zeit lang etwas kürzer treten.« Sie schaute Jeff in die Augen. »Erinnerst du dich noch an den Abend, als wir zwei-«
Dana blickte von der Speisekarte auf. »Was ist udang go-reng?«
Rachel warf Dana einen kurzen Blick zu. »Das sind gebratene Krabben. Schmeckt hier sehr gut.« Sie wandte sich wieder an Jeff. »Den Abend, an dem wir zwei beschlossen, dass wir -«
»Und laksa?«
»Das ist eine pikante Nudelsuppe«, sagte Rachel geduldig. Sie wandte sich wieder an Jeff. »Du hast gesagt, du willst -«
»Und poh pia?«
Rachel blickte Dana an. »Das sind Teigröllchen gefüllt mit gedünstetem Gemüse und jicama«, erwiderte sie liebenswürdig.
»Wirklich?« Dana entschied sich, lieber nicht zu fragen, was jicama war.
Doch als sie eine Weile zusammensaßen, stellte Dana erstaunt fest, dass ihr Rachel Stevens trotz aller Vorbehalte allmählich sympathisch wurde. Sie war charmant und herzlich, und im Gegensatz zu anderen weltberühmten Schönheiten war sie allem Anschein nach völlig unbefangen, was ihr Aussehen anging, und machte keinerlei Aufhebens von ihrer Person. Sie war intelligent, wusste sich auszudrücken, und als sie beim Kellner auf Thai ihr Essen bestellte, geschah dies ohne jede Überheblichkeit. Wie konnte Jeff sie nur ziehen lassen?, fragte sich Dana.
»Wie lange sind Sie in Washington?«, erkundigte sie sich.
»Ich muss morgen wieder weg.«
»Wo geht’s diesmal hin?«, wollte Jeff wissen.
Rachel zögerte. »Nach Hawaii. Aber ich fühle mich regelrecht ausgelaugt, Jeff. Ich habe mir sogar schon überlegt, ob ich die Sache absagen soll.«
