
»Zwei Monate müssen genügen«, fauchte Lyn, »wenn Sie auch meinen Standpunkt in Betracht ziehen wollen.«
»Also einverstanden«, sagte Barney. »Lyn geht mit dem Wikinger zurück und bringt ihm Englisch bei, und wir kommen mit der Filmgesellschaft zwei Monate später an — Wikingerzeit natürlich — und beginnen mit der Produktion.«
»Ich habe noch nicht eingewilligt«, beharrte Lyn. »Die Gefahren …«
»Ich möchte doch wissen, wie Sie sich fühlen würden, wenn Sie die einzige Autorität der Welt auf dem Gebiet der altnordischen Sprache wären«, sagte Barney. Er kannte den akademischen Geist, und die großen Augen von Lyn zeigten ihm, daß der Pfeil getroffen hatte. »Schön. Wir können die Einzelheiten später ausarbeiten. Versuchen Sie doch jetzt einmal, Ottar den Plan nahezubringen. Erwähnen Sie Geld. Wir lassen ihn einen Vertrag unterschreiben, dann sind Sie in Sicherheit, solange er seine Bezahlung noch nicht hat.«
»Vielleicht«, sagte Lyn, und Barney wußte, daß er ihn an der Angel hatte.
»Also gut. Während Sie mit Ottar sprechen, lasse ich von der Vertragsabteilung einen Text entwerfen.« Er schaltete die Sprechanlage ein. »Das Vertragsbüro, Betty. Ist das Benzedrin schon da?«
»Ich habe vor einer Stunde in der Krankenstation angerufen.« Die Stimme im Lautsprecher klang quäkend.
»Rufen Sie nochmals an, wenn Sie wollen, daß ich mittags noch lebe.«
Als Jens Lyn hinausging, kam ein schmaler Orientale herein. Er trug rosa Hosen, ein kirschrotes Hemd, eine Tweedjacke und einen säuerlichen Ausdruck.
»Hallo, Charley Chang«, strahlte Barney und streckte die Hand aus. »Lange nicht gesehen.«
