Bolitho war damit aufgewachsen. Die dunklen Porträts an den Treppenhauswänden seines Elternhauses in Cornwall waren eine ständige Erinnerung an alle, die vor ihm diesen Weg gegangen waren. Jetzt setzten er und sein Bruder Hugh die Tradition fort. Hugh fuhr auf einer Fregatte, wahrscheinlich im Mittelmeer, während er hier im Begriff war, sich einzuschiffen für ein Unternehmen, wie es oft in den Kneipen von Falmouth geschildert wurde, wenn die Seeleute ihr Garn spönnen.

Er sagte:»Es wird alles klargehen, James. Mr. Sparke führt uns.»

Zum ersten Mal sah er Quinn lächeln, als dieser sagte:»Ich muß zugeben, vor dem habe ich mehr Angst als vorm Feind!»

Bolitho lachte und fragte sich, wieso Quinns Angst ihm selbst irgendwie Mut einflößte.

«Geh jetzt in die Koje und versuch zu schlafen. Sag Mackenzie, du möchtest ein Glas Brandy, George Probyns Allheilmittel.»

Quinn stand auf und wäre beinahe gefallen, als das Schiff mit einem Ruck überholte.

«Nein, ich muß noch einen Brief schreiben.»

Als er wegging, verließ d'Esterre den Tisch, steckte seinen Gewinn ein und gesellte sich zu Bolitho an den Heckfenstern.

Der Arzt wollte ihm folgen, aber d'Esterre sagte:»Schluß, Robert. Dein stümperhaftes Spiel würde auf die Dauer mein eigenes Können beeinflussen und abstumpfen. «Er lächelte.»Hebe dich hinweg zu deinen Flaschen und Pillen!»

Der Arzt antwortete nicht mit seinem sonstigen Lächeln, sondern ging still von dannen, mit den Händen nach einem Halt suchend.

D'Esterre deutete auf Quinns Kabine.»Ist er aufgeregt?»

«Ein bißchen.»

Der Marineinfanterist zerrte an seinem engen Halstuch.»Ich wünschte bei Gott, ich könnte mitkommen. Wenn ich meine Jungs nicht bald in einen Kampf führe, werden sie rostig wie alte Nägel!»



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