»Eddie und Albert Ramos?«

»Genau, zu einer Party im Pelikan. Das ist ein Privatclub am Strand.« Sein Arm begann erneut zu zucken. Als Stela das bemerkte, versuchte er, ihn mit der anderen Hand festzuhalten. Jennifer Parker warf einen Blick auf Michael Moretti. Er verfolgte das Verhör teilnahmslos, ohne sich zu bewegen. »Was geschah dann, Mr. Stela?«

»Ich habe Eddie und Al in den Wagen geladen und zum Parkplatz gefahren. Als die Jungs aus dem Wagen stiegen, hab' ich gemacht, daß ich aus dem Weg kam, und Mike begann loszuballern.«

»Haben Sie die Brüder Ramos hinfallen gesehen?«

»Ja, Sir.«

»Und sie waren tot?«

»Zumindest wurden sie beerdigt, als wären sie tot gewesen.« Ein Raunen ging durch den Gerichtssaal. Di Silva wartete, bis wieder Stille herrschte. »Mr. Stela, sind Sie sich bewußt, daß Ihre Aussage in diesem Saal Sie selbst belastet?«

»Ja, Sir.«

»Und daß Sie unter Eid stehen und daß es um das Leben eines Menschen geht?«

»Ja, Sir.«

»Sie haben mit eigenen Augen gesehen, wie der Angeklagte, Michael Moretti, kaltblütig zwei Männer erschossen hat, weil sie ihn übers Ohr gehauen hatten?«

»Einspruch! Der Staatsanwalt beeinflußt den Zeugen.«

»Stattgegeben.«

Staatsanwalt Di Silva betrachtete die Gesichter der Geschworenen, und ihre Mienen sagten ihm, daß er den Fall gewonnen hatte.

Er wandte sich wieder an Camillo Stela. »Mr. Stela, ich weiß, daß es Sie sehr viel Mut gekostet hat, hier in den Zeugenstand zu treten und auszusagen. Ich möchte Ihnen im Namen der Bürger dieses Staates danken.«

Di Silva wandte sich an Thomas Colfax. »Ihr Zeuge.« Thomas Colfax erhob sich beinahe anmutig. »Ich danke Ihnen, Mr. Di Silva.« Er warf einen kurzen Blick auf die Uhr an der Wand und wandte sich dann zur Richterbank. »Wenn Sie gestatten, Euer Ehren, es ist jetzt fast Mittag. Ich würde mein Kreuzverhör gern ohne Unterbrechung durchführen. Darf ich vorschlagen, daß das Gericht sich jetzt zum Mittagessen zurückzieht und ich mein Kreuzverhör am Nachmittag abhalte?«



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