»Ja, Sir.« Stelas rechter Arm zuckte.

»Mr. Stela, ist der Angeklagte, Michael Moretti, Ihnen bekannt?«

»Ja, Sir.« Stela vermied es, zum Tisch des Angeklagten hinüberzublicken.

»Welcher Art war Ihre Beziehung?«

»Ich habe für Mike gearbeitet.«

»Wie lange kennen Sie Michael Moretti?«

»Ungefähr zehn Jahre.« Stelas Stimme war fast unhörbar. »Könnten Sie bitte etwas lauter sprechen?«

»Ungefähr zehn Jahre.« Jetzt begann sein Nacken zu zucken. »Würden Sie sagen, Sie waren ein Vertrauter des Angeklagten?«

»Einspruch!« Thomas Colfax, Morettis Verteidiger, sprang auf. Er war ein großer, silberhaariger Mann in den Fünfzigern, der consigliere des Syndikats und einer der gerissensten Strafverteidiger des Landes. »Der Staatsanwalt versucht, den Zeugen zu beeinflussen.«

Richter Lawrence Waldman sagte: »Stattgegeben.«

»Ich formuliere die Frage neu. In welcher Eigenschaft arbeiteten Sie für Mr. Moretti?«

»Man könnte sagen ich war eine Art Feuerwehrmann für leichte Fälle.«

»Würden Sie das etwas genauer erklären?«

»Nun ja, also, wenn sich ein Problem stellte, wenn jemand aus der Reihe tanzte, dann beauftragte Mike mich damit, die Sache wieder in Ordnung zu bringen.«

»Wie haben Sie das gemacht?«

»Nun ja - mit Gewalt, wissen Sie.«

»Könnten Sie der Jury ein Beispiel geben?« Thomas Colfax war wieder auf den Beinen. »Einspruch, Euer Ehren! Dieser Teil des Verhörs ist unerheblich.«

»Abgelehnt. Der Zeuge kann die Frage beantworten.«

»Also, Mike verleiht zum Beispiel Geld zu einem bestimmten Zinssatz, klar? Vor 'n paar Jahren liegt Jimmy Serrano mit seinen Zahlungen im Rückstand, und da schickt Mike mich hin, damit ich Jimmy eine Lektion erteile.«



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