
»Trink erst noch ein Glas Wein«, sagte der Hinterhältige.
Sie trank sogar zwei weitere, dann war die Flasche leer. (Die erste Flasche.) Inzwischen sang sie mit ihrer besten Minstrel-Stimme »Avalon« und gab ihr bestes Minstrel-Augenrollen. Es war schmerzlich anzusehen und noch schmerzlicher anzuhören.
Ich ging in die Küche, um eine weitere Flasche Wein zu holen, und hielt den Zeitpunkt für gekommen, Henry zu rufen. Obwohl ich mir, wie schon gesagt, keine großen Hoffnungen machte. Ich konnte es nur tun, wenn er mein williger Komplize war, und war im Grunde meines Herzens davon überzeugt, dass er vor der Tat zurückschrecken würde, wenn nicht mehr geredet, sondern gehandelt werden musste. In diesem Fall würden wir sie einfach zu Bett bringen. Am Morgen würde ich ihr sagen, dass ich das Land meines Vaters nun doch nicht verkaufen wolle.
Henry kam herbei, und nichts auf seinem blassen, kummervollen Gesicht machte mir Hoffnung auf Erfolg. »Papa, ich glaub nicht, dass ich das kann«, flüsterte er. »Es geht um Mama.«
»Wenn du nicht kannst, dann eben nicht«, sagte ich, und damit hatte der Hinterhältige nichts zu schaffen. Ich musste mich damit abfinden; es kommt eben, wie’s kommt. »Jedenfalls ist sie das erste Mal seit Monaten glücklich. Betrunken, aber glücklich.«
»Nicht nur beschwipst? Sie ist betrunken?«
