»Was ist denn los, Rogers? Was soll dieser Unfug? Sie wissen, daß Ihr Büro für solche Dinge nicht ausgerüstet ist.«

»Tut mir leid, aber ich wage nicht, Martino an einen anderen Platz zu bringen.«


* * *

Im Bad spürte Rogers, wie das heiße Wasser seine verletzte Hüfte umspülte. Bei einem Aufruhr hatte ihn ein Pflasterstein getroffen. Als er jetzt die Schwellung betrachtete, wußte er, daß er sich auf dem absteigenden Ast befand.

Noch ein paar Jahre, dann ist es aus mit mir, dachte er. Ich kann es heute kaum noch aushalten, wenn es feucht wird. Und dann kommt der Tag, an dem ich etwas versuche, das ich eine Woche zuvor noch geschafft habe, aber es wird nicht mehr als ein kümmerlicher Versuch. So geht es weiter. Ich werde falsche Entscheidungen treffen, meine Leute verdächtigen und schließlich nicht mehr wissen, wo ich bin. Tja, und dann werde ich von irgend so einem Pulver leben, bis es die hohen Herren merken und mich in eine weit entfernte Ecke abschieben. Oder wenn das nicht geschieht, wird Azarin mir eines Tages gewaltig eines auswischen.

Er schüttelte sich. Im Wohnzimmer schellte das Telefon. Vorsichtig stieg er aus der Wanne und wickelte sich in das Badetuch, das die Größe eines Bettlakens hatte und das er nach Amerika mitnehmen würde, sollte er jemals wieder dorthin versetzt werden. Am Telefon angelangt; nahm er den Hörer ab und meldete sich: »Wer ist da?«

»Herr Rogers?« Er erkannte die Stimme eines Telefonisten im Außenministerium.

»Ja, am Apparat.«

»Herr Deptford möchte Sie sprechen. Einen Moment, bitte.«

»Danke.« Rogers wartete, wagte aber nicht, seine Zigaretten aus dein Schlafzimmer zu holen.

»Shawn? Man hat mir in Ihrem Büro gesagt, Sie seien zu Hause.«

»Stimmt? Was gibt’s denn?«

»Ich habe eben mit dem Sicherheitsminister gesprochen. Wie kommen Sie mit Martino voran, haben Sie schon etwas Endgültiges festgestellt?«



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