
Er hatte begonnen zu ahnen, dass sein ehrwXrdiger Vater und seine anderen Lehrer, dass die weisen Brahmanen ihm von ihrer Weisheit das meiste und beste schon mitgeteilt, dass sie ihre FXlle schon in sein wartendes GefX gegossen hXtten, und das GefX war nicht voll, der Geist war nicht begnXgt, die Seele war nicht ruhig, das Herz nicht gestillt. Die Waschungen waren gut, aber sie waren Wasser, sie wuschen nicht SXnde ab, sie heilten nicht Geistesdurst, sie lXsten nicht Herzensangst. Vortrefflich waren die Opfer und die Anrufung der GXtter aber war dies alles? Gaben die Opfer GlXck? Und wie war das mit den GXttern? War es wirklich Prajapati, der die Welt erschaffen hat? War es nicht der Atman, Er, der Einzige, der Alleine? Waren nicht die GXtter Gestaltungen, erschaffen wie ich und du, der Zeit untertan, vergXnglich? War es also gut, war es richtig, war es ein sinnvolles und hXchstes Tun, den GXttern zu opfern? Wem anders war zu opfern, wem anders war Verehrung darzubringen als Ihm, dem Einzigen, dem Atman? Und wo war Atman zu finden, wo wohnte Er, wo schlug Sein ewiges Herz, wo anders als im eigenen Ich, im Innersten, im UnzerstXrbaren, das ein jeder in sich trug? Aber wo, wo war dies Ich, dies Innerste, dies Letzte? Es war nicht Fleisch und Bein, es war nicht Denken noch Bewusstsein, so lehrten die Weisesten. Wo, wo also war es? Dorthin zu dringen, zum Ich, zu mir, zum Atman, gab es einen andern Weg, den zu suchen sich lohnte? Ach, und niemand zeigte diesen Weg, niemand wusste ihn, nicht der Vater, nicht die Lehrer und Weisen, nicht die heiligen OpfergesXnge! Alles wussten sie, die Brahmanen und ihre heiligen BXcher, alles wussten sie, um alles hatten sie sich gekXmmert und um mehr als alles, die Erschaffung der Welt, das Entstehen der Rede, der Speise, des Einatmens, des Ausatmens, die Ordnungen der Sinne, die Taten der GXtter unendlich vieles wussten sie X aber war es wertvoll, dies alles zu wissen, wenn man das Eine und Einzige nicht wusste, das Wichtigste, das allein Wichtige? Gewiss, viele Verse der heiligen BXcher, zumal in den Upanishaden des Samaveda, sprachen von diesem Innersten und Letzten, herrliche Verse.