Allem stand er offen, was diese Menschen ihm zubrachten. Willkommen war ihm der HXndler, der ihm Leinwand zum Kauf anbot, willkommen der Verschuldete, der ein Darlehen suchte, willkommen der Bettler, der ihm eine Stunde lang die Geschichte seiner Armut erzXhlte, und welcher nicht halb so arm war als ein jeder Samana. Den reichen auslXndischen HXndler behandelte er nicht anders als den Diener, der ihn rasierte, und den StraXenverkXufer, von dem er sich beim Bananenkauf um kleine MXnze betrXgen lieX. Wenn Kamaswami zu ihm kam, um Xber seine Sorgen zu klagen oder ihm wegen eines GeschXftes VorwXrfe zu machen, so hXrte er neugierig und heiter zu, wunderte sich Xber ihn, suchte ihn zu verstehen, lieX ihn ein wenig Recht haben, eben so viel als ihm unentbehrlich schien, und wandte sich von ihm ab, dem NXchsten zu, der ihn begehrte. Und es kamen viele zu ihm, viele um mit ihm zu handeln, viele um ihn zu betrXgen, viele um ihn auszuhorchen, viele um sein Mitleid anzurufen, viele um seinen Rat zu hXren. Er gab Rat, er bemitleidete, er schenkte, er lieX sich ein wenig betrXgen, und dieses ganze Spiel und die Leidenschaft, mit welcher alle Menschen dies Spiel betrieben, beschXftigte seine Gedanken ebensosehr, wie einst die GXtter und das Brahman sie beschXftigt hatten.

Zuzeiten spXrte er, tief in der Brust, eine sterbende, leise Stimme, die mahnte leise, klagte leise, kaum dass er sie vernahm. Alsdann kam ihm fXr eine Stunde zum Bewusstsein, dass er ein seltsames Leben fXhre, dass er da lauter Dinge tue, die bloX ein Spiel waren, dass er wohl heiter sei und zuweilen Freude fXhle, dass aber das eigentliche Leben dennoch an ihm vorbeiflieXe und ihn nicht berXhre. Wie ein Ballspieler mit seinen BXllen spielt, so spielte er mit seinen GeschXften, mit den Menschen seiner Umgebung, sah ihnen zu, fand seinen SpaX an ihnen; mit dem Herzen, mit der Quelle seines Wesens war er nicht dabei.



49 из 109