Herrick konnte Bolitho nur anstarren.»Das klingt nach Zeitdruck, Sir.»

«Kann sein. «Bolitho dachte wieder an Beauchamps Worte: >Ich brauche Sie draußen auf See.< Mit einem Blick in Herricks besorgtes Gesicht sagte er:»Tut mir leid, daß ich Ihr junges Glück stören muß. «Er zuckte die Schultern.»Ausgerechnet in die Biskaya segeln wir.»

Vorsichtig erkundigte sich Herrick:»Als Sie nochmals kurz nach Falmouth zurückkehrten, Sir…«Bolithos Blick fiel durch die Heckfenster auf ein Proviantboot, das sich der Benbow näherte. Er antwortete:»Als ich zurückkam, stand das Haus leer. Zum großen Teil war das meine eigene Schuld. Belinda ist mit meiner Schwester und deren Mann nach Wales gereist, wo sie sich ein von meinem Schwager erworbenes Gut ansehen wollen.»

Er wandte sich ab, um seine Verbitterung, seine Verzweiflung zu verbergen.

«Wer hätte auch vermutet, daß ich nach dem Dienst in der Ostsee und nach dieser Hölle von Kopenhagen schon so bald wieder auslaufen muß?«Er blickte sich um, wie nach den Toten und Verwundeten, welche diese Kajüte schon gesehen hatte.»Wie wird sie es aufnehmen, Thomas? Was bedeuten Worte wie >Pflicht< und >Ehre< für eine Frau, die schon so viel verloren hat?»

Herrick beobachtete Bolitho und scheute sich fast zu atmen. Er konnte es sich so gut vorstellen: Bolithos hastige Rückkehr nach Falmouth, die vorher zurechtgelegten Erklärungen — unter anderem, wie sehr er Beauchamp verpflichtet war, auch wenn die geforderte Geste sich als fruchtlos erweisen sollte. Beauchamp hatte im Krieg gegen Frankreich seine Gesundheit verschlissen. Er hatte Bolitho zum erstenmal die Chance geboten, ein ganzes Geschwader zu kommandieren. Nun war er dem Tode nahe und seine Lebensaufgabe immer noch unvollendet.



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