
John Bellew sah ihn zornig an.
«… war, wie du ja soeben sagtest, zu gut zu mir. Sie packte mich in Watte ein. Na, und wenn ich damals, als ich noch ein Jüngling war, an diesen besonders männlichen Ferienausflügen, für die du dich einsetzt, teilgenommen hätte… ja, ich frage mich, warum in aller Welt hast du mich denn nie dazu eingeladen? Du hast Hal und Robbie über die Sierras und nach Mexiko mitgenommen.«
«Ich glaubte, du fühltest dich zu sehr als der junge Lord Fauntleroy.«
«Das ist dein Fehler, lieber Onkel… und der Fehler meiner lieben… hm… lieben Mutter. Wie sollte ich wissen, was es hieß, hart zu sein? Ich war immer nur das verwöhnte Mutterkind. Was blieb mir übrig, als Radierungen und ähnliches zu machen? Ist es mein Fehler, daß ich nie schwitzen gelernt habe?«
Der Ältere betrachtete seinen Neffen mit unverhohlenem Unwillen. Er war nicht imstande, diese leichtfertige Sprache eines Schwächlings mit Nachsicht anzuhören.
«Nun, ich bin jetzt eben im Begriff, einen von diesen besonders männlichen Ferienausflügen — wie du sie nennst — zu unternehmen«, sagte er.»Was würdest du sagen, wenn ich dich einlüde mitzukommen?«
«Du kommst leider zu spät. Wohin geht es denn?«
«Hal und Robert wollen nach Klondike gehen, ich fahre mit, um zu sehen, wie sie über den Paß nach den Seen hinunterkommen, und kehre dann zurück…«
Er kam nicht weiter, denn der junge Mann war aufgesprungen und hatte seine Hand ergriffen.
«Mein Retter!«
John Bellew wurde sofort mißtrauisch. Er hatte sich keinen Augenblick träumen lassen, daß seine Einladung angenommen würde.
«Es ist ja gar nicht dein Ernst«, sagte er.
«Wann fahren wir ab?«
