
Aus dem Boden der Barbarei ist sie emporgesprossen wie ein Baum, und ich glaube, daß sie früher oder später auch wieder zu Boden fallen wird wie ein Baum, sie wird untergehen, so wie einst die ägyptische Zivilisation untergegangen ist, oder wie die griechische untergangen ist oder die römische, und wie so viele andere schon zuvor, an die die Welt sich heute kaum noch erinnert. Verstehen Sie mich jedoch nun nicht als jemanden, der in Bausch und Bogen alle unsere modernen Institutionen verdammt, die doch zum Teil den gesammelten Erfahrungsschatz der Menschheit darstellen, angewandt zu unser aller Wohl. Natürlich gibt es große Errungenschaften - Hospitäler zum Beispiel; und doch: bedenken Sie, wir sind es, die die kranken Menschen heranziehen, mit denen sie sich füllen. In der Wildnis gibt es diese nicht. Auch wird sich hier die Frage aufwerfen: Wie viele dieser segensreichen Einrichtungen verdanken wir dem Christentum als einer von der Zivilisation gesondert zu betrachtenden Institution? Und so neigt sich die Waage wieder zur anderen Seite, und das Ganze sieht so aus: hier ein Gewinn -dort ein Verlust, und über beiden Waagschalen Mutter Naturs großer Durchschnittswert, deren Gesamtsumme einen der Faktoren darstellt in jener gewaltigen Gleichung, in der das Resultat ebenso groß sein wird wie die unbekannte Größe ihres Zweckes.
Ich entschuldige mich nicht und bitte nicht um Nachsicht wegen dieser meiner Abschweifung, insbesondere, da dies ein Vorwort ist, über das alle jungen Leute und die, denen es niemals gefällt, nachzudenken (und das ist eine sehr schlechte Angewohnheit), natürlich leicht hinweglesen werden. Es erscheint mir überaus wünschenswert, daß wir manchmal versuchen, unsere eigenen Grenzen, die die Natur uns gesetzt hat, zu erkennen und zu verstehen, damit wir nicht vom Stolz auf unser Wissen allzusehr in die Höhe getragen werden. Der Geist des Menschen ist fast unbegrenzt, und er dehnt sich wie ein elastisches Band, aber die menschliche Natur ist wie ein eiserner Ring.