
Der Roboter blieb in der Nähe des Landeplatzes, bis das Metall sich völlig aufgelöst hatte.
Während dieser Zeit erbebte der Boden in unregelmäßigen Abständen. Gelegentlich wurde das Beben von den unerklärlichen Geräuschen begleitet, die schon früher von den „Ohren“ der Maschine aufgenommen worden waren. Die Beobachter machten sich deswegen zunächst Sorgen, aber später stellten sie fest, daß die Hügel in der näheren Umgebung nur sanft anstiegen und daß der Boden weder Felsbrokken noch Spalten aufwies, so daß kein Grund bestand, wegen der Auswirkungen des Erdbebens auf die teure Maschine Befürchtungen zu hegen.
Viel interessanter war das Auftauchen der ersten Tiere. Fast alle waren ziemlich klein, aber trotzdem sehenswert, wenn man die Reaktionen des Roboters als Maßstab nehmen wollte. Er untersuchte alle Tiere aus möglichst geringer Entfernung. Die meisten Tiere besaßen einen Schuppenpanzer und acht Beine; einige schienen sich von der hiesigen Flora zu ernähren, andere waren offenbar Fleischfresser.
Nachdem die Fallschirmaufhängung schließlich verschwunden war, beschäftigten sich die Männer, die den Roboter kontrollierten, längere Zeit ausschließlich mit der Tierwelt. Die Untersuchung wurde einige Male unterbrochen, aber daran waren äußere Umstände schuld. Da die Oberfläche von Tenebra nicht sichtbar war, hatten die Männer seine Rotationsgeschwindigkeit nicht mit der nötigen Genauigkeit feststellen können, so daß das „stationär“ über dem Planeten schwebende Schiff einige Male hinter dem Horizont verschwand. Im Laufe der Zeit wurden jedoch genauere Messungen vorgenommen, durch die diese unangenehmen Unterbrechungen schließlich ausgeschaltet werden konnten.
Das Vorhaben, einen Planeten zu studieren, dessen Durchmesser das Dreifache des Erddurchmessers betrug, mußte lächerlich wirken, wenn dazu nur ein einziger Aufklärungsroboter zur Verfügung stand.
Wäre das der Zweck der Expedition gewesen, wäre sie tatsächlich zu Recht als unsinnig bezeichnet worden; aber die Männer hatten etwas anderes vor.
