
Das Boot ging längsseits, und sein Rollen hätte ihm beinahe die Füße unter dem Leib weggezogen, als er vom Dollbord absprang und die gischtübersprühte Bordwand hinaufkletterte.
Er versuchte, sich gegen den Lärm zu verschließen, der ihn begrüßte, gegen die schrillen Pfeifen der Bootsleute und das Knallen der Gewehrkolben, als die Seesoldaten präsentierten. Es war zu leichtsinnig und zu gefährlich, die Wachsamkeit auch nur eine Sekunde zu vergessen. Zu gefährlich sogar, diesen
Augenblick, auf den er so lange gewartet hatte, bis ins Letzte zu genießen.
Ein großer, kräftig gebauter Leutnant trat vor und zog den Hut.»Leutnant Vibart, Sir. Ich bin der Rangälteste. «Seine Stimme klang belegt und kratzend. Sein Gesicht blieb unbewegt.
«Danke, Mr. Vibart. «Bolithos Augen glitten an Vibart vorbei über die ganze Länge des Schiffs. Auf den Planken, die die Back mit dem Achterdeck verbanden, drängten sich schweigend die Leute. Andere waren in die Wanten geklettert, um ihren Kapitän besser sehen zu können. Bolithos Blicke wanderten über die gut ausgerichteten Reihen der Geschütze, die hinter den geschlossenen Pforten festgezurrt waren. Ein guter Mann, dieser Erste Leutnant, was Geschick und äußere Erscheinung anlangte, dachte Bolitho.
Vibart sagte mürrisch:»Mr. Okes und Mr. Herrick, der Zweite und der Dritte Leutnant, Sir.»
Bolitho nickte, sein Ausdruck blieb unverbindlich. Zwei junge Offiziere, mehr nahm er nicht wahr. Die Menschen hinter den fremden Gesichtern würden später auftauchen. Jetzt war es wichtiger, daß sie von ihm einen klaren Eindruck gewannen.
