»Führerschein, zwei Kreditkarten, eine Geschäftskarte von Sinclair and Burke’s — Anwälte, ein paar Quittungen, diverse Geschäftskarten, ein wenig Bargeld, ein Scheckbuch, Make-up, Kleingeld … nichts davon neu. Gute Dokumente. Sehr professionell.« Er seufzte, legte das Skalpell weg, ging zu dem Schrank unter der Bar und zog eine kleine Tasche heraus. Dieser entnahm er eine Nadel und ein kleines Fläschchen. »Ich benutze vorher immer gern Natriumpentathol, aber ich bin natürlich auch ein wenig altmodisch.«

Er injizierte ihr das Präparat fachmännisch, legte die Spritze dann neben die Skalpelle und sah auf die Uhr. »Okay, wie heißen Sie?«

»Sarah … Eileen Johnson. Warum tun Sie mir das an?«

»Mhm … interessant.« Er zog eine kleine Taschenlampe aus der Tasche und leuchtete ihr in die Augen. »Wollen Sie mir erklären, wieso Sie gegen Natriumpentathol immun sind?«

»Ich … ich habe es ihm doch schon gesagt«, stammelte sie. »Ich bin Anwaltssekretärin. Ich habe mit vertraulichen Akten zu tun. Man … man muss behandelt sein und braucht eine ärztliche Bestätigung dafür, sonst stellen einen die nicht ein.«

»Tatsächlich?« Er holte ein weiteres Fläschchen und eine frische Spritze heraus. »Dann probieren wir die nächste.«

Fünf Fläschchen später sah er sie feixend an. »Ziemlich gründliche Schutzmaßnahmen für eine Sekretärin.«

»Die … die Versicherungsgesellschaften … die … sind paranoid. Ich … ich … bitte, tun Sie mir nicht mehr weh. Ich bin doch bloß Sekretärin!« Ihre Stimme klang jetzt verzweifelt. »Ich weiß gar nichts!«

»Ich denke, als Nächstes nehmen wir die Backenzähne. Wer sind Sie?«

»Wer soll ich denn sein?« Sie schrie und bettelte. »Sie brauchen’s doch bloß zu sagen, wer ich sein soll! Bitte, bitte …?«

»Also, wer sind Sie?«, fragte er, nachdem er eine Weile abgewartet hatte, bis sie schließlich verstummt war.



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